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Dienstag, 9. Juni 2009

Billig-Hochstuhl

Bei der Hochzeit hat das Brautpaar wunderbar an die mitfeiernden Kinder gedacht. Es gab für jedes Kind ein klienes Geschenk, um die Wartezeit bis zum Essen zu überbrücken. Richtig süß ausgedacht.

Und für jedes kleine Kind einen Hochstuhl.

Und wenn ich bislang nicht verstanden haben, warum manche Treppenhochstühle schlechter sind als andere: Jetzt weiß ich das.

Der Kleine Prinz ist nämlich rückseitig an einem der Hochstühle hochgeklettert. Und während der heimische Hochstuhl nicht kippt, ist eben dieser samt Kind und mit viel Schwung nach hinten gekippt und hat das Kind unter sich begraben. Fiese, fiese, fiese Beule an der Stirn und am Auge, aber zum Glück nichts schlimmeres passiert.

Ich weiß übrigens nicht, wer lauter geschrien hat: Der Kleine Prinz oder ich...

Die Beule ist mittlerweile nur noch gelb-grün, geholfen hat da wohl die Arnica-Salbe einer Freundin, die sofort nach Haus geeilt ist.

Jetzt kenne ich den Unterschied zwischen den Hochstühlen und möchte eigentlich nur dafür plädieren, das Geld lieber nicht zu sparen...

Montag, 18. Mai 2009

Männer

Der Kleine Prinz durfte am Freitag nicht weiter ohne Windeln im Kindergarten rumlaufen. Er hat mit seinem Kumpel voller Absicht in die Fensterbank gepullert.

Was sagt er mir dazu: "Mama, da ein Feuer b'ennt. Wir ham Feuer löscht, alles nass."

Typisch Mann, oder *lach*?

Donnerstag, 7. Mai 2009

Schnullerfrei

Hätte ich schon fast vergessen, weil es so gut klappt:

Der Kleine Prinz hat im Urlaub seine Nuckel in den Müll geworfen. Freiwillig. Und ist stolz wie Bolle mit Schnuffeltuch statt Schnuller ins Bett marschiert.

Gefragt hat er noch genau ein Mal danach: Als wir aus dem Urlaub nach Hause kamen und er ins Bett wollte- da haben die Nuckel schließlich auch immer gelegen. Allerdings mehr neugierig als verlangend.

Gut gemacht, Kleiner Prinz.

Dienstag, 21. April 2009

Piratenüberfall

Der Kleine Prinz hat sein Urlaubsgeld in einen Moosgummi-Piraten-Säbel investiert. Den schleppt er jetzt mit sich rum, fuchtelt wie wild durch die Gegend und wer nicht rechtzeitig aus dem Weg geht, bekommt den Säbel an die Brust gesetzt mit den Worten:" Huuu, ich Pi'at bin".

Von mir hat er das nicht.

Dienstag, 10. März 2009

Farblehre

Der Kleine Prinz: "Bobo b'aune Augen hat. Papa auch b'aune Augen hat. Mama b'aue Augen hat."

Göttergatte: "Und welche Augenfarbe hat die Prinzessin?"

Der Kleine Prinz: "Pink!"

Freitag, 6. März 2009

Immer eine Frage des Blickwinkels

Ich bin ja eher eine Mutter, die sich von anderen Müttern beeinflussen und unter Druck setzen lässt: der perfekt ausgerichtete Kindergeburtstag, pädägogisch wertvolles Basteln, Familienausflüge zum Rodeln etc. Mir macht es wirklich zu schaffen, wenn ich höre, dass Kinder hier zum Ballett, da zum Musikunterricht, hier zum Karate oder zu sonst einer Art Förderung gehen. Weil ich das meinen Kindern nicht alles bieten kann. Ich habe wirklich kein Talent zum Basteln und auch keine Geduld. Unter der Woche arbeite ich und das phasenweise viel zu viel. Und die Wochenenden sind oft verplant mit Haus, Garten, Handball oder mit Nichtstun. Denn auch das müssen wir einplanen.

Ich sehe andere Mütter, die liebevoll, geduldig und humorvoll sind mit ihren Kindern. Und sehe meine eigenen Fehler, meine Ungeduld. Ein vielgelobtes Buch von Jesper Juul hat mir nicht viel weitergeholfen- ich habe jetzt den Eindruck, ich erziehe meine Kinder unbewusst zu kleinen Perfektionisten.

Und ich kriege ein komisches Gefühl dabei, wenn ich um mich herum höre, wie viele 4-jährige bereits lesen und schreiben können und ich meine Tochter, die ich eigentlich für überaus klug halte, sehe, die das nicht kann.

Umso komischer, wenn auf einmal andere Leute meine Kinder "bewundern": Den Kleinen Prinzen für sein Aussehen, seine Frohnatur, seinen Charme, sein Sprechvermögen (hätte ja nie gedacht, dass ich das mal sagen könnte), seinen Mut, sein Bewegungstalent. Die Prinzessin für ihr Ausdrucksvermögen, ihre Wissbegierigkeit, ihr Wissen, ihre hohe Sozialkompetenz, ihre ganze so liebenswerte Art, ihr ausgerpägtes Gerechtigkeitsbewusstsein, ihr Selbstwertgefühl, ihre Fähigkeit, Konflikte zu lösen. Und beide für die tiefe und innige Liebe, die sie miteinander verbindet.

Und ich weiß nicht, was ich den Eltern sagen soll, die mich auf meine Kinder ansprechen. Ich kann mir ja nur zu gut vorstellen, wie sie sich fühlen müssen. So im Vergleich mit den anderen Eltern, die scheinbar alles perfekt machen...

Mittwoch, 4. Februar 2009

Defieniere "Kleiner Kindergeburtstag"

Der Kleine Prinz durfte am Samstag auch Kinder einladen, weil "Bobo auch 'burtstag feia".
Drei Kinder hat er mir spontan genannt. Drei, das ist noch auszuhalten, wir müssen jetzt nicht um einen feilschen, so dachte ich.

Nicht bedacht hatte ich allerdings, dass die Kinder ihre Eltern und Geschwister mitbringen würden, so dass wir mit 9 Kindern und 6 Erwachsenen gefeiert haben.

Aber es war toll. Alle Erwachsenen haben mit angepackt, die Kids haben Kuchen gemümmelt und sind danach in den Tobekeller abgezogen. Und waren nicht mehr gesehen.

Dafür ist der Kleine Prinz stolz wie Oskar ob seiner Feier und den vielen Geschenken. Hat sich also gelohnt.

Dienstag, 3. Februar 2009

Von Bienen und Blumen

Der Kleine Prinz wurde im Sommer von einer Wespe in die Hand gestochen. Ich hatte die stille Hoffnung, dass er über den Winter die daraus resultierende panische Angst vielleicht vergisst. Pustekuchen. In so ziemlich allen Büchern, die wir angucken, sind Bienen abgebildet. Offenbarwerden die Tiere von den allermeisten Bilderbuchillustratoren als niedlich gesehen oder schmücken zumindest die ansonsten leereFläche über den Wiesen.

Nur der Kleine Prinz findet das nicht niedlich. Bei jedem Bild von einer Biene heult er entsetzt auf, klammert sich an mich und weint "Aua. Aua." So macht Bilderbuchangucken nicht wirklich Spaß.

Mittwoch, 28. Januar 2009

Alles Gute, Kleiner Prinz!

Zwei Jahre alt und kein bisschen leise!

Ich liebe Dich und bin sehr, sehr stolz auf Dich, Du hübsches Kerlchen!

Dienstag, 16. Dezember 2008

Der weiß, was er will

"BUCH! AN! GLEICH!"

Der Kleine Prinz, sauer, weil der Papa sich erst fertig anziehen wollte...

Mittwoch, 26. November 2008

Ergotherapie vorbei

Der Kleine Prinz hat seine 10 Sitzungen Ergotherapie absolviert. Und ein großes Lob von der Therapeutin bekommen: Er könne sich erstaunlich gut konzentrieren, er ist sehr weit in seiner körperlichen und geistigen Entwicklung, sein Sprachvermögen ist außerordentlich gut, sein aktiver Wortschatz deutlich über Altersschnitt und sein Farbverständnis überdurchschnittlich.

Nur ein Sprechvermögen ist eben immer noch nicht altersgemäß entwickelt. Immerhin kann er jetzt "I" und "E" sprechen, aber insgesamt immer noch verwaschen und er verschluckt weiterhin Buchstaben. Einige Laute kann er nicht sprechen. Jetzt heißt es abwarten- und dann gegebenenfalls ab Februar tatsächlich Logopädie. Mal hören, was der Prinz von sich aus noch lernt.

Ausdrücken kann er sich jedenfalls prima. Zu dem Wunsch nach einem Kjuter ist jetzt noch ein Bär hinzugekommen. EinenBären, den man in den Arm nehmen kann.

Montag, 17. November 2008

Gewünscht

Der Kleine Prinz guckt einen Spielzeugkatalog an und sieht einen Lernlaptop für Kinder:

"Pjuter. Bobo auch."

Und wiederholt den Wunsch vehemment bei jeder Gelegenheit.

Wenigstens ein Geschenk klar. Die Prinzessin wünscht sich nämlich nur einen Schal und eine Mütze für ihre Puppe.

Freitag, 31. Oktober 2008

Liebling, wir haben ein Riesenbaby

Von Bianka habe ich einen großen Schwung Klamotten für den Kleinen Prinzen bekommen. Danke übrigens an dieser Stelle dafür. Schöne Sachen, alle Größe 92 bzw. 92/98. Und sie passen. Dabei ist der Kleine Prinz erst gut 1,5 Jahre alt...

Positiv Denken

Da haben die blöden Baustellen hier ÜBERALL in der Stadt doch einen guten Zweck. Kleiner Prinz bei der Fahrt: "Bagga. Auch Bagga. Auch Bagga. Noch a Bagga. Fontladaaaa!"

Montag, 27. Oktober 2008

Hör mal, wer da hämmert

Wenn der Kleine Prinz begeister "Hamma, Hamma" ruft und kurz darauf der Göttergatte entsetzt aufheult, ist es wohl nicht schwer zu raten, was da passiert ist.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Es geht voran

"Upsala"- das neuste Wort im Wortschatz des Kleinen Prinzen. Und es hört sich so niedlich an, wenn er das sagt. So niedlich.

Da stört es auch nicht, wenn ein Esel immer A-A macht und Vögel Pup Pup *lach*

Dienstag, 14. Oktober 2008

Sauberkeitserziehung- die 1.

Der Kleine Prinz erzählt bei jeder Gelegenheit ein offenbar einprägendes Erlebnis: "Pffffffff Papa". Und lacht sich dabei schlapp.

Kein falscher Ehrgeiz

Ich glaube, die meisten Menschen halten mich für überehrgeizig, wenn ich erzähle, dass der Kleine Prinz mit seinen 20 Monaten zur Ergotherapie geht, weil er Probleme mit dem Sprechen hat.

Ich werde das in Zukunft präziser ausdrücken: Der Kleine Prinz hat Probleme mit der Aussprache, nicht mit dem Sprechen an sich. Er ist keineswegs sprechfaul oder langsam, wie es angeblich alle Jungen sind. Eher im Gegenteil. Er hat einen extrem hohen passiven Wortschatz und auch einen sehr großen aktiven Wortschatz. Sein Mündchen steht nicht still, er plappert sogar sehr viel. Aber er kann es nicht richtig aussprechen.

Meistens benutzt er nur einsilbige Wörtert, z.B. Bau statt Bausteine. Oder er verschluckt die Endungen: Ba statt Ball. Und er redet verwaschen, in etwa so, wie wir reden würden, hätten wir einen Tischtennisball im Mund.

Die Mundmotorik ist nicht richtig ausgebildet, weil er in seinem 2. Lebenshalbjahr nahezu taub und vor allem nahezu stumm war. Er hat nie gelallt oder Silbern verdoppelt. Jetzt muss er halt nur lernen, die Lippen und Zunge richtig einzusetzen.

Und das eben jetzt und nicht erst mit 4. Weil sich das Lernfenster irgendwann schließt und sich die Lücke zur richtigen Sprachentwicklung eben immer mehr vergrößert. Und weil er die Chance bekommen soll, sich richtig und verständlich auszudrücken.

Dienstag, 9. September 2008

Sprachentwicklungsverzögerung

Wir waren mit dem Kleinen Prinzen beim Pädaudiologen. Weil uns die Lautbildung nicht korrekt vorkommt. Ist sie auch nicht, der Kleine Prinz darf/muss/soll zunächst zur Ergotherapie, später möglicherweise zur Logopädie. Das ist zumindest das wesentliche, und wie ich finde, positive Ergebnis dieses Arztbesuchs.

Weniger schön der Arztbesuch an sich:

Termin um 8.15 Uhr. Um 8.25 werden wir zum Hörtest abgeholt. Der Kleine Prinz findet das toll macht macht gut mit. Um 8.35 wieder zurück ins Wartezimmer, um 8.45 ins Behandlungzimmer. Dort warten, warten, warten. . Der Kleine Prinz ist wütend, weil die blöden Eltern nicht erlauben, die Instrumente zu untersuchen, in den Steckdosen zu pulen, am PC des Arztes rumzudrücken, die Vorhänge runterzureißen,... Auch Aufheiterungversuche wie Kniereiter oder Versteckspielen zeigen nur begrenzt Erfolg. Der Prinz heult. Ziemlich laut, sehr unerbittlich und sehr durchdringend.

Der Arzt kommt um 9.15 und meckert uns an. Was wir mit dem Kind hier wollen, der könne sich ja gar nicht konzentrieren, eine Therapie könne man mit dem nicht machen und andere Kinder müssten 2-3 Stunden warten und würden nicht so heulen. Fertig gepflaumt zieht er eine Handvoll Plastikkarten hervor, die mit vielen bunten Bildern bedruckt sind. Mit dem Prinzen hat er bislang kein Wort gesprochen. Der wiederum ist mittlerweile verstummt und starrt den Arzt verschreckt an.

Der Arzt hält ihm die Karte hin und zeigt auf eine Tür. Was das sei, will er wissen. Keine Antwort vom Prinzen. Jetzt geht es im Schnellverfahren: Und das ? Und das? Und das? Der Prinz antwortet nicht. Der Arzt greift seine Hand, fragt : "Wo ist..?" und zieht die Hand des Prinzen auf das entsprechende Bild. Der Kleine Prinz guckt mich verzweifelt an. Der Arzt kommentiert "Der hat ja nicht mal einen passiven Wortschatz!".

Mir reicht's. "Ich mach das mal!". Der Kleine Prinz guckt erleichtert, als der Arzt seine Hand loslässt.

"Guck mal, eine Katze. Wie macht die Katze?"
"Ma"
"Und was ist das?" und zeige auf eine Kuh.
"M"
"Oh, hier ist eine Nase". Der Prinz zeigt begeistert auf seine Nase, dann auf meine :"Mama au", dann auf die Nase vom Göttergatten: "Papa au"

Der Arzt guckt mich mich erstaunten Augen an: "Der versteht ja doch was. Und sprechen kann er auch." Sag ich ja. Er hat tatsächlich einen sehr großen passiven Wortschatz, auch einen aktiven. Eigentlich. Er kann es nur nicht richtig aussprechen.

Der Arzt gilt als ein sehr guter. Fachlich ja. Aber von einem Pädaudiologen hätte ich mehr erwartet.

Montag, 11. August 2008

Es geht voran

Der Kleine Prinz ist Mitte Mai an den Ohren operiert worden. Grund war ein beidseitiger chronischer Paukenerguss, der den Prinzen so gut wie taub hat werden lassen. Und nicht nur taub, sondern vor allem auch stumm.

Seit der OP ist er immerhin laut geworden, aber sein Sprechen ist noch nicht gut. Also eigentlich ist es noch gar nicht. Er setzt zum Sprechen nur die Stimmbänder ein, nie seine Lippen. Ich finde das nicht normal und nicht gut. Nur meinen alle Ärzte, das Kind sei sprechfaul. Das wiederum glaube ich nicht, er will sprechen, bekommt aber über A in diversen Abstufungen nicht viel raus. Und ist entsprechend frustriert, weil wir ihn nicht immer verstehen.

Jetzt haben wir einen Termin beim Pädaudiologen.Zum Glück auch sehr kurzfristig, am 01. September. Der Pädaudiologe gilt als einer der Besten in seinem Fach. Und ich hoffe, dass er den Prinzen nicht als sprechfaul abstempelt.