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Mittwoch, 17. Juni 2009

Zurechtweisung

Prinzessin: "Wenn Du weiter so viel meckerst, wirst Du nur noch mehr krank."

Hm...

Montag, 15. Juni 2009

Seepferdchen

Die Prinzessin hat ein erklärtes Ziel: Sie will das Seepferdchen machen. Ich habe also die letzten beiden, spontan freien, weil Kind 2 an Bindehautentzündung erkrankt, genutzt und mich nach Schwimmkursen erkundigt.

Und siehe da: eine Schwimmschule bietet tatsächlich Kurse für Kinder ab 3,5 Jahren an und hatte sogar kurzfristig Plätze frei, da Sommerferien beginnen. Also Prinzessin nebst großer Lieblingsnichte angemeldet und am Samstag zum Schwimmen gefahren.

Ich war ja gespannt, wie die Prinzessin das so meistert. Nicht das Schwimmen, viel mehr die neue Umgebung und der fremde Mann, der sie ja auch anfasst. Damit hat sie Schwierigkeiten (was aber ja grundsätzlich gut ist).

Ich konnte ihr das ansehen- sie hat ihren ganzen, ganzen Mut zusammengenommen und hat tapfer mit sich gekämpft. Aber der Wunsch nach dem Seepferdchen war größer als die Furcht vor dem neuen.

Jetztgeht es mit großen Schritten weiter. 3x die Woche Schwimmen und wenn es klappt, starten wir samt Seepferdchen-Abzeichen in den Sommerurlaub.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Schreiblust

Die Prinzessin kann nun neben "MAMA", "HALLO", HALLIHALLO" , "PAPA" und "ELFE" ein neues Wort schreiben: "METTWURST".

Herzlich gelacht und dolle gefreut, als ich gestern aus dem Kindergarten mehrere Blätter Mettwurst abgeholt habe.

Donnerstag, 28. Mai 2009

U8

Jetzt ist auch der 2. Teil der U8 mit der Prinzessin überstanden. Fazit: Sie ist völlig normal und altersgerecht entwickelt. Hätte sie gesprochen, hätte sich der Kinderarzt vielleicht auch darüber ein Bild machen können *grins*. Na ja, er kennt sie ja zum Glück durch unsere anderen regelmäßigen Besuche.

Nicht gut: Trotz erhöhter Dosis von 25er auf 50er L-Thyroxin gleitet sie gerade wieder deutlich in Richtung Schilddrüsen-Unterfunktion ab. Gemerkt haben wir das bereits auch ohne Blutwerte. Das hohe Schlafbedürfnis, dieses Sich-aus-der Fassung-bringen-lassen- war schon klar. Also Steigerung auf einen Wechsel aus 50er und 75er Tabletten un erneute Kontrolle in 6 Wochen...

Dienstag, 21. April 2009

Herzlichen Glückwunsch, meine Prinzessin

Dieser Eintrag hätte bereits am Samstag erfolgen müssen: Alles Liebe und Gute zum Geburtstag, meine Prinzessin.

Ich bin stolz, dass Du meine Tochter bist. Die beste, die ich mir hätte wünschen können. Bleib wie Du bist, dann wird alles gut.

Witzbold

Die Prinzessin hat im Urlaub Fahrradfahren geübt. Fahren ging eigentlich schon gut, aber hier in einer Spielstraße rumkurven ist halt was anderes als im Straßenverkehr.

Ich habe es wirklich überschätzt. Welchen Stress die Prinzessin dabei haben würde. Sie ist halt eher ängstlich. Meine Nerven waren schon nach den ersten 100 Metern am Ende, weil wir gefühlte 200mal angehalten haben und die Prinzessin auf dem Holperweg im Grünstreifen bereits gefühlte 1000 Mal hingefallen ist. Na gut. Ich muss und werde an mir arbeiten.

Als die Prinzessin auf dem Radweg anhält, um die entgegenkommenden Radfahrer durchzulassen (ihr war das wohl dolle unheimlich), steuert einer dieser genau auf sie zu und ruft: "Uuuuuh, ich fahre Dich um." Ich schreie "NEIN", die Prinzessin heult, zu spät. Klar weicht der Radfahrer aus und findet sich tierisch lustig. Für uns sind die nächsten Minuten allerdings weniger lustig, die Prinzessin weint und schreit, wir brauchen länger, um sie zu beruhigen und dazu zu bewegen, wieder auf das Rad zu steigen...

Drei Tage hat es gedauert, bis sie sich zumindest wieder getraut hat, an Fußgängern vorbei zu fahren. Bei jedem entgegenkommenden Radfahrer allerdings Vollbremsung. Erneutes Losfahren erst, wenn die "Gefahr" vorüber war. Muss ich sagen, wie viele Radfahrer bei schönem Wetter auf einer Nordseeinsel Radfahren? Unser Weg zum Bäcker hat jedenfalls über eine halbe Stunde gedauert- alleine brauche ich dafür keine 10 Minuten.

Irgendwann hat es aber "Klick" gemacht. Und die drei letzten Tage hatte ich die beste Joggingbegleitung der Welt- inklusive Tempoläufe. Morgens auf der leeren Strandpromenade fährt es sich eben doch am besten.

Samstag, 28. März 2009

Bastelarbeit


Hausaufgabe für den Kindergarten: Male alle, die zu Deiner Familie gehören. Heraus kam das:



Freitag, 27. März 2009

Es geht aufwärts

Nachdem die Prinzessin in den letzten Wochen echt schräg drauf war und es ihr wirklich nicht gut ging, ist sie endlich wieder auf dem Weg der Besserung. Da ist es wieder, das Lachen, das Kichern, dieses Rumgealbere, der Wunsch, mit anderen Kindern zu spielen, ihre schönen Geschichten und Kommentare.

Weg dafür das Weinen, dieses Schwanken von himmelhochjauchzend zu betrübt...

Hat sich gelohnt, beim Kinderarzt auf eine Steigerung ihrer L-Thyroxin-Dosis zu bestehen.

170 Euro

... kostet die neue Brille für die Prinzessin. Ordentlich, für einfach so ungeplant mal eben.

Dafür gibt es eine megaschicke Brille von Prinzessin Lillifee, rosa und oben mit pinken Streifen. Und kratzfeste Kunststoffgläser.

Nebenbei: Die Prinzessin hat echt ein Brillengesicht. Sie ist auch ohne Brille bildhübsch (natürlich ;-) ), aber mit Brille eben auch. Und sie hätte eigentlich jede Brille nehmen können.

Ich bin übrigens froh über ihre Entscheidung: Sie hat - ohne jemals eine Brille angesehen zu haben - entschieden, dass sie gerne eine gestreifte hätte. Und ich habe uns schon mit einer gelben Tigerenten-Brille aus dem Laden kommen sehen...

Sprachlos

Gestern war Elterabend im Kindergarten und ich bin schwer begeistert, über das, was der Kindergarten tut:

  • Nach Ostern startet ein Projekt für die "Großen": TaKi- Tageszeitung im Kindergarten, um die Kids mit dem Medium Zeitung vertraut zu machen.
  • Der Kindergarten kooperiert mit dem Kunstmuseum Wolfsburg. Anfang April sind alle Eltern und Kinder zu einer Führung durch die aktuelle Ausstellung eingeladen. Wir sind leider im Urlaub. Aber es werden weitere Aktionen folgen.
  • Für die "Großen" (ab 4) wird ein gesondertes Turnangebot geschaffen- die "Skippys".
  • Der Chor wird aufgrund der großen Nachfrage jetzt an 2 Terminen angeoten.
  • Thema ist gerade "Kunst" und "Künstler" und die Kinder werden angehalten, ruhig mal Bilder von Van Gogh oder anderen Künstlern nachzumalen.
  • Die Kinder aus der Gelben Gruppe wachsen nicht nur bilingual, sondern gleich trilingual auf: Neben Englisch (über eine Native Speakerin, die als Erzieherin in der Gruppe ist) lernen die Kinder jetzt auch die Gebärdensprache, um einen geistig behinderten Junge besser zu integrieren. Und es klappt wirklich: Die Prinzessin hat mir das schon vor einigen Wochen erzählt, jetzt fällt es mir aber extrem auf, dass sie ihre Erzählungen offenbar unbewusst mit Gebärden unterstützt. Davon bin ich in der Tat noch mehr begeistert als vom Englisch...

Ich bin tatsächlich froh über die Entscheidung, die Kids in diesen Kindergarten statt in den örtlichen Kindergarten gegeben zu haben. Dort stehen nämlich weniger die Kinder als der Streit zwischen Leitung und Erziehern im Mittelpunkt...

Mittwoch, 25. März 2009

Nasenfahhrad

Jetzt gibt es zum Geburtstag für die Prinzessin nicht nur das heißgewünschte Fahrrad (lila, mit Blumen und Barbiefahne)- sondern gleich noch das passende Nasenfahrrad dazu.

Dieses Mädchen ist eine Kopie von mir (was ja grundsätzlich nicht verkehrt ist)- leider auch mit all meinen Krankheiten und Baufehlern.

Sie freut sich jedenfalls tierisch, schließlich hat die Cousine schon lange eine Brille und morgen wird sie ausgesucht.

Freitag, 6. März 2009

Frag doch mal die Maus

"Mama, was macht Gott jetzt? Die Erde ist ja schon fertig."

"Mama was sind Steuern?"

"Mama, wie werden Autos gebaut?"

"Mama, wie funktioniert ein Kühlschrank?"

"Mama, aus welchen Materialien besteht ein Kühlschrank?"

"Mama, sind Dinos das gleiche wie Drachen?"

"Mama, gibt es Vulkane nur in Amerika?"

"Mama, wurde Jesus getauft?"

"Mama, wie wird Wasser gemacht?"

"Mama, warum sagt S., dass Männer keine Männer und Frauen keine Frauen lieben dürfen? Das stimmt doch nicht."

"Mama, warum hat H.itler geglaubt, dass Juden nicht so viel wert sind? Alle Menschen sind doch genau gleich viel wert."

"Mama, waum haben die anderen Menschen H.itler geglaubt?"
Wir kaufen ein Geburtstagsgeschenk für eine Prinzessinenfreundin. Zur Vervollständigung fehlen noch Haarspangen und ich bringe die Prinzessin zu Häschen und Mäuschen. Da steht sie nun, überwältigt von der Auswahl an glitzernden und funkelnden Spangen. Ihre Wahl fällt auf ein paar Haarspangen mit Emily Erdbeer drauf. Die sollen es sein.

Prinzessin: "Oh, die sind so schön, die wünsche ich mir auch."

Ich: "Hm, bald ist ja Ostern. Und Du hast ja auch bald Geburtstag." Und denke mir: Komm, stell Dich doch wegen 2 Euro nicht an. Kauf sie ihr. Nein. Sie soll ja lernen, dass sie nicht alles gleich bekommt.

An der Kasse bezahlt die Prinzessin. Nimmt das Tütchen und spricht: "Mama, die sind soo schön. Die möchte ich am liebsten selber behalten. (Pause) Aber das geht ja nicht, die sind ja für Prinzessinenfreundin."

Ich: "Ja." Und denke: Ich liebe Dich; Prinzessin. Ich bin stolz auf Dich. Und notiere im Geiste: Emily-Erdbeer-Spangen kaufen für Prinzessinengeburstag.

Immer eine Frage des Blickwinkels

Ich bin ja eher eine Mutter, die sich von anderen Müttern beeinflussen und unter Druck setzen lässt: der perfekt ausgerichtete Kindergeburtstag, pädägogisch wertvolles Basteln, Familienausflüge zum Rodeln etc. Mir macht es wirklich zu schaffen, wenn ich höre, dass Kinder hier zum Ballett, da zum Musikunterricht, hier zum Karate oder zu sonst einer Art Förderung gehen. Weil ich das meinen Kindern nicht alles bieten kann. Ich habe wirklich kein Talent zum Basteln und auch keine Geduld. Unter der Woche arbeite ich und das phasenweise viel zu viel. Und die Wochenenden sind oft verplant mit Haus, Garten, Handball oder mit Nichtstun. Denn auch das müssen wir einplanen.

Ich sehe andere Mütter, die liebevoll, geduldig und humorvoll sind mit ihren Kindern. Und sehe meine eigenen Fehler, meine Ungeduld. Ein vielgelobtes Buch von Jesper Juul hat mir nicht viel weitergeholfen- ich habe jetzt den Eindruck, ich erziehe meine Kinder unbewusst zu kleinen Perfektionisten.

Und ich kriege ein komisches Gefühl dabei, wenn ich um mich herum höre, wie viele 4-jährige bereits lesen und schreiben können und ich meine Tochter, die ich eigentlich für überaus klug halte, sehe, die das nicht kann.

Umso komischer, wenn auf einmal andere Leute meine Kinder "bewundern": Den Kleinen Prinzen für sein Aussehen, seine Frohnatur, seinen Charme, sein Sprechvermögen (hätte ja nie gedacht, dass ich das mal sagen könnte), seinen Mut, sein Bewegungstalent. Die Prinzessin für ihr Ausdrucksvermögen, ihre Wissbegierigkeit, ihr Wissen, ihre hohe Sozialkompetenz, ihre ganze so liebenswerte Art, ihr ausgerpägtes Gerechtigkeitsbewusstsein, ihr Selbstwertgefühl, ihre Fähigkeit, Konflikte zu lösen. Und beide für die tiefe und innige Liebe, die sie miteinander verbindet.

Und ich weiß nicht, was ich den Eltern sagen soll, die mich auf meine Kinder ansprechen. Ich kann mir ja nur zu gut vorstellen, wie sie sich fühlen müssen. So im Vergleich mit den anderen Eltern, die scheinbar alles perfekt machen...

Mittwoch, 4. Februar 2009

Schönheitselixier

Prinzessin. "Mama, Möhren sind ja gut für die Augen und für die Haut."

(Streichelt sich über die Wange. Pause. Guckt sehr erschrocken.)

Prinzessin: "Wie kommt die Möhre denn in die Haut und zu den Augen?"

Freitag, 16. Januar 2009

So stolz

Die Prinzessin hat mir im Kindergarten ein Bild gemalt: Ein lachendes Gespenst mit Augen, Nase und Mund und sogar Händen. Bunt umrahmt. Und oben auf dem Bild steht in sorgsam gemalten Buchstaben MAMMA.

Ich liebe dieses Kind!

Mittwoch, 26. November 2008

Die Schilddrüse macht Murks

Nicht bei mir, aber bei der Prinzessin. Jetzt liegt gerade wieder eine schlechte Phase hinter uns. Aber nachdem ich die Thyroxin-Dosis eigenmächtig gesteigert habe, um der Prinzessin eine Blutabnahme zu ersparen, geht es wieder bergauf. Erstaunlich finde ich, dass die Prinzessin selber gut einschätzen kann, wie es ihr geht. Und sie nimmt ihre Tabletten mit einer Selbstverständlichkeit- ich bin echt stolz.

Traurig und hilflos bin ich trotzdem, wenn ich merke, wie schlecht es ihr manchmal geht. Sie ist dann so anders, so müde, so unkonzentriert. Keine Lust zu irgendetwas. Und sie ist so leicht aus der Fassung zu bringen. Und die anderen Kinder können das (verständlicherweise) nicht verstehen. Und wollen dann nicht mit ihr spielen. Super, da bekommt die Kurze gleich mit, dass man funktionieren muss, damit man auch von anderen akzeptiert wird.

Dienstag, 11. November 2008

Leg Dich nicht mit der Prinzessin an

Die Prinzessin probiert Schimpfwörter aus- zumeist abends beim gemeinsamen Essen. Uns geht das gelinde gesagt auf die Nerven. Der Göttergatte holt DIE Waffe der Vorweihnachtszeit heraus (oh, wie ich die verabscheue- wie blöd, seine Kinder damit wenigstens ein paar Wochen im Zaum halten zu wollen):

"Wenn Du das jetzt noch mal sagst, hört das der Weihnachtsmann und bringt Dir keine Geschenke!"

(Pause)

Prinzessin: "Wo wohnt denn der Weihnachtsmann?"
Göttergatte: "Am Nordpol"
Prizessin: "Dann ist der ja soweit weg, der kann mich gar nicht hören."

Freitag, 31. Oktober 2008

Ich trage es mit Fassung

Mein Projekt bei der Arbeit ist erfolgreich gestartet, wir können die nächsten Tage ein bisschen gelassener angehen. Da hat der tollste Chef der Welt mir spontan 3 Tage freigegeben, damit ich mich um die Prinzessin kümmern kann.

Nachdem wir am Mittwoch erst in der Kinderklinik und danach spontan im Zoo waren, hat die Prinzessin gestern nach dem Frühstück festgestellt: "Mama, ein Tag mit Dir alleine reicht mir aus. Ich möchte jetzt in den Kindergarten."

Gestern wusste ich mit dem Tag dann spontan gar nichts anzufangen, ich wollte ja bloß mit der Prinzessin spielen. Und es hat geschüttet, so dass alles Aktivitäten draußen auch wenig spannend waren. Bin ich also zur Arbeit gefahren (doof wie ich bin).

Heute dagegen bin ich ganz alleine zu Hause, genieße die Ruhe und erledige nebenbei jede Menge Dinge. Toll, so ein Tag.

Haustiere

Göttergatte grinsend zur Prinzessin: "Weißt Du, wir haben hier auch manchmal zwei kleine Schweinchen zu Hause."

Meine eine breit grinsend: "Und manchmal auch zwei Zicklein."

Göttergatte (lachend): "Genau, die heißen Kleiner Prinz und Prinzessin."

Prinzessin (ganz cool): "Und manchmal auch zwei Spinnen, die heißen Mama und Papa."