Freitag, 27. März 2009

Sprachlos

Gestern war Elterabend im Kindergarten und ich bin schwer begeistert, über das, was der Kindergarten tut:

  • Nach Ostern startet ein Projekt für die "Großen": TaKi- Tageszeitung im Kindergarten, um die Kids mit dem Medium Zeitung vertraut zu machen.
  • Der Kindergarten kooperiert mit dem Kunstmuseum Wolfsburg. Anfang April sind alle Eltern und Kinder zu einer Führung durch die aktuelle Ausstellung eingeladen. Wir sind leider im Urlaub. Aber es werden weitere Aktionen folgen.
  • Für die "Großen" (ab 4) wird ein gesondertes Turnangebot geschaffen- die "Skippys".
  • Der Chor wird aufgrund der großen Nachfrage jetzt an 2 Terminen angeoten.
  • Thema ist gerade "Kunst" und "Künstler" und die Kinder werden angehalten, ruhig mal Bilder von Van Gogh oder anderen Künstlern nachzumalen.
  • Die Kinder aus der Gelben Gruppe wachsen nicht nur bilingual, sondern gleich trilingual auf: Neben Englisch (über eine Native Speakerin, die als Erzieherin in der Gruppe ist) lernen die Kinder jetzt auch die Gebärdensprache, um einen geistig behinderten Junge besser zu integrieren. Und es klappt wirklich: Die Prinzessin hat mir das schon vor einigen Wochen erzählt, jetzt fällt es mir aber extrem auf, dass sie ihre Erzählungen offenbar unbewusst mit Gebärden unterstützt. Davon bin ich in der Tat noch mehr begeistert als vom Englisch...

Ich bin tatsächlich froh über die Entscheidung, die Kids in diesen Kindergarten statt in den örtlichen Kindergarten gegeben zu haben. Dort stehen nämlich weniger die Kinder als der Streit zwischen Leitung und Erziehern im Mittelpunkt...

Mittwoch, 25. März 2009

Das erste Mal

... seit 7 Wochen (!) ohne Laptop vorm Fernseher gesessen und mit meinem Mann ein Glas Wein getrunken. Das erste Mal nicht bis Nachts gearbeitet. Das erste Mal um 22 Uhr ins Bett gegangen. Das erste Mal am Morgen den Wecker wieder ausgemacht. Das erste Mal entspannt mit den Kindern morgens gekuschelt.

Ist alles ein bisschen kurz gekommen in den letzten Wochen.

Frauenabend

Schön, mal wieder raus zu kommen. Schön, mal wieder auftanken zu können. Schön, über Gott und die Welt reden zu können und nicht immer zu horchen, ob jemand weint. Schön, am nächsten Morgen auszuschlafen. Schön, in Ruhe auf der Terrasse zu sitzen und Kaffee zu trinken. Schön, mal nichts machen zu müssen.

Schön, wieder nach Hause zu kommen und die drei wichtigsten Menschen auf der Welt wieder um sich zu haben.

Shoppinglust

Das erste Mal im Outlet-Center in Bremen gewesen. Erfolgreich: Ein lilafarbenes Cocktailkleid für diverse Hochzeiten und einen lang bewunderten Pullover. Das macht Lust auf mehr. Mir fallen da diverse Sachen ein, die ich ganz dringend ;-) brauche...

Wenn nicht der Göttergatte und die beiden Lieblingskinder auch neue Sachen bräuchten.

Schade eigentlich, dass viel Arbeit nicht automatisch viel Geld bedeutet- ich finde, ich hätte es mir wirklich verdient!

Nasenfahhrad

Jetzt gibt es zum Geburtstag für die Prinzessin nicht nur das heißgewünschte Fahrrad (lila, mit Blumen und Barbiefahne)- sondern gleich noch das passende Nasenfahrrad dazu.

Dieses Mädchen ist eine Kopie von mir (was ja grundsätzlich nicht verkehrt ist)- leider auch mit all meinen Krankheiten und Baufehlern.

Sie freut sich jedenfalls tierisch, schließlich hat die Cousine schon lange eine Brille und morgen wird sie ausgesucht.

Allergieprävention

Werde ich nicht verstehen: Bei der Beikosteinführung wird strengstens darauf geachtet, ob Möhren oder Pastinaken zuerst eingeführt werden, zum 1. Geburtstag gibt es Kuchen nur ohne Milch, Ei und Zucker und gestillt wird, bis niemand mehr kann oder will- um das Kind vor Allergien zu schützen.

Dann aber jagt man seinem Kind möglichst früh Ohrstecker in die Ohren. Wo Metallallergien ja überhaupt nicht weit verbreitet sind *augenroll*. Ne, ist klar. Auch wenn es am Anfang nur chirurgischer Stahl ist- irgendwann kommen die Silberstecker bestimmt...

Donnerstag, 19. März 2009

Planung überflüssig...

Mal wieder die Urlaubsplanung für den Sommer umgeschmissen. In dem Zeitraum, in dem wir in die familieneigene Ferienwohnung fahren wollten, fährt mein Onkel mit seinen erwachsenen Töchtern. Wird also nichts mit dem verabredeten Treffen mit unseren Urlaubsbekannten aus dem letzten Sommer. Warum sollte auch mal jemand in dieser Familie Rücksicht auf meine Wünsche nehmen?

Bleibt nur zu hoffen, dass wir Karten für das U2-Konzert in Berlin bekommen- das in Gelsenkirchen findet nämlich in der Zeit statt, die uns von meiner Familie jetzt für Urlaub zugewiesen wurde...

Ich kann es nicht...

Ruhig und gelassen vorm Fernseher sitzen und den dürren angehenden Topmodels zu sehen- und dabei Chips futtern oder nur ein Glas Wein dazu trinken. Weil ich immer das Gefühl bekomme, dass genau dieses Glas Wein mich noch weiter von so einem Körper entfernt. Gestört. Echt. Leider.

Es reicht auch eine.

Gestern Abend im Fernsehen: Diskussion über schärfere Waffengesetze und Computerspieleverbot. Sportschützen dürfen nur eine bestimmte Anzahl Waffen haben, nur mit Genehmigung mehr. Eine Verschärfung wäre sinnvoll, meint der eine Experte. Ich meine dazu: Es ist egal, ob jemand 1 oder 1000 Waffen zu Hause hat. Es reicht aus, wenn (die) eine nicht verschlossen ist.

420, 755, 1603...

Ich glaube, ich trete damit bei Wetten dass auf. Die Zahlen, die ich in den letzten Wochen in jeder beliebeigen Zusammenstellung addiert habe, kann ich mittlerweile im Schlaf runterbeten. Ich werde daraus eine Wette kreieren und damit auftreten... Na ja, immerhin ist das Projektbudget ziemlich gut geworden. Srike!

Out

Ich fürchte, meine Frisur ist voll out. Habe ich doch stolz einen kurzen dunklen Bob- so ein bisschen wie Wanda aus der letzten Top-Modell-Staffel. Und jetzt machen die allen Mädels mit dunklem Bob in der neuen Staffel eine Langhaarfrisur, die eher nach osteuropäischer Straßend.irne aussieht.

Montag, 16. März 2009

Amoklauf in BaWü

Was fühlt man als Mutter, wenn die eigenen Kinder dort zur Schule gehen? Was fühlt man als Lehrer von so einem Jungen? Was fühlt man als Eltern, wenn der eigene Sohn so etwas tut? Was fühlt man als Polizist, wenn man auf ein Kind schießen muss? Was fühlen die Eltern, deren Kinder von einem Kind umgebracht wurden?

Wut

Lieber Dr. Internist,

als Patient bin ich in einer Praxis pünktlich. Dafür lasse ich meine Arbeit stehen und liegen und plane die Termine so ein, dass genügend Zeit zum Kinderabholen bleibt. Theoretisch, denn ich rechne nicht damit, dass 2 Stunden Wartezeit als üblich angesehen werden.
Es wäre nur ein Zeichen des Respekts, wenn ein Arzt sich zumindest annährend an die vereinbarten Termine hält. Eine Wartezeit von 2 Stunden und mehr finde ich dagegen anmaßend und verachtend gegenüber den Patienten. Nie würde ich es wagen, zwei Stunden zu spät zu einem vereinbarten Termin zu kommen. Völlig in Ordnung scheint es dagegen zu sein, die Patienten so lange warten zu lassen.
Und ganz ehrlich, Du blöder Arzt, wenn Du meinst, mir damit zeigen zu wollen, wie schlecht Du von den Krankenkassen behandelt wirst: Es bewirkt das Gegenteil. Du erscheinst mir so arrogant und überheblich, weil Du Dir anmaßt, meine Zeit zu verplanen, dass ich meine, Du bekommst immer noch zu viel. Ansonsten könntest Du Dir so einen Umgang mit Deinen Patienten wohl kaum leisten, denn ein Dienstleister, der auf seine Kunden angewiesen ist, würde mit so einem Geschäftsgebaren wohl ganz schnell Pleite machen. Schade, dass Du Dein Geld auch so bekommst. Echt schade.
Ich bin so wütend, ich könnte brechen und wenn Du mir heute noch begegnen würdest, würde ich Dir ganz schön was erzählen. Aber wir sind uns heute ja leider nicht begegnet- denn nach besagter Wartezeit musste ich los und meine Kinder abholen. Auch wenn Deine dämliche Sprechstundenhilfe nicht verstanden hat, warum ich nicht danach wieder komme und mich um 18.00 Uhr mit zwei Kindern in Dein hässliches, abgewracktes Wartezimmer ohne Kinderspielecke setze.

Ohne freundliche Grüße

Frau Bond

P.S. Und danke dass ich, nur weil ich diesen Termin heute unbedingt wahrnehmen wollte, meine restliche Arbeit mit nach Hause nehmen durfte und so heute Abend gearbeitet habe, statt zum Sport zu gehen.

Dienstag, 10. März 2009

Eigentlich

... sollte ich jetzt arbeiten (es ist jetzt 21:21) um etwas vorzubereiten, das morgen fertig sein muss. Und ich habe so gar keinen Drive dazu. Wird vermutlich eine lange Nacht werden, damit ich das fertig bekomme.

Läuft doch.

Ich. Das mit dem Reiten hat nicht wirklich geklappt, ich schaffe es ja nicht mal einen Termin zum Probereiten zu vereinbaren, weil ich entweder arbeite oder die Kids zum Arzt müssen.

Aber dafür gehe ich jetzt laufen. Mit einer Prinzessinen-Freundin-Mutter, die passenderweise hier im Dorf wohnt. Wir schaffen so 5 km in 30 Minuten am Stück. Vermutlich nur, weil wir die ganze Zeit quatschen. Aber es tut so gut und ich freue mich auf das nächste Mal.

Farblehre

Der Kleine Prinz: "Bobo b'aune Augen hat. Papa auch b'aune Augen hat. Mama b'aue Augen hat."

Göttergatte: "Und welche Augenfarbe hat die Prinzessin?"

Der Kleine Prinz: "Pink!"

Freitag, 6. März 2009

Arbeit ist das halbe Leben

und die andere Hälfte auch. Das war zumindest der Grund, warum es hier in den letzten Wochen so ruhig war. Mein Überstundenkonto ist immens gewachsen, ich habe immer noch bis spät nachts zu Hause gearbeitet. Und muss feststellen, dass ich so ein Pensum dauerhaft nicht schaffen kann und auch nicht schaffen will. Ich ziehe den Hut vor allen Frauen, die mit Kindern Vollzeit arbeiten können, wollen oder müssen.

Unser Haushalt lag so gut wie brach, Verabredungen gab es so gut wie keine, ich kann nicht mehr richtig schlafen... Ohne die großartige Unterstützung von Eltern und insbesondere Schwiegereltern könnte ich solche Phasen niemals überstehen. Und ich bin dafür enorm dankbar.

Vermutlich ist es nur konsequent von meinem Körper, mich deshalb jetzt mit einer schweren Bronchitis (wieder mal) aus dem Weg zu ziehen...

Frag doch mal die Maus

"Mama, was macht Gott jetzt? Die Erde ist ja schon fertig."

"Mama was sind Steuern?"

"Mama, wie werden Autos gebaut?"

"Mama, wie funktioniert ein Kühlschrank?"

"Mama, aus welchen Materialien besteht ein Kühlschrank?"

"Mama, sind Dinos das gleiche wie Drachen?"

"Mama, gibt es Vulkane nur in Amerika?"

"Mama, wurde Jesus getauft?"

"Mama, wie wird Wasser gemacht?"

"Mama, warum sagt S., dass Männer keine Männer und Frauen keine Frauen lieben dürfen? Das stimmt doch nicht."

"Mama, warum hat H.itler geglaubt, dass Juden nicht so viel wert sind? Alle Menschen sind doch genau gleich viel wert."

"Mama, waum haben die anderen Menschen H.itler geglaubt?"

Verliebt sein

Meine Nichte zieht meine Schwester auf: "Mama ist verliebt, Mama ist verliebt."

Da sie gar nicht weiß, was Verliebtsein heißt, klärt meine Schwester sie auf: "Verliebt ist man, wenn man jemanden so solle mag, dass man immer bei ihm sein möchte."

Nichte überlegt kurz: "So wie Prinzessin und ich."
Wir kaufen ein Geburtstagsgeschenk für eine Prinzessinenfreundin. Zur Vervollständigung fehlen noch Haarspangen und ich bringe die Prinzessin zu Häschen und Mäuschen. Da steht sie nun, überwältigt von der Auswahl an glitzernden und funkelnden Spangen. Ihre Wahl fällt auf ein paar Haarspangen mit Emily Erdbeer drauf. Die sollen es sein.

Prinzessin: "Oh, die sind so schön, die wünsche ich mir auch."

Ich: "Hm, bald ist ja Ostern. Und Du hast ja auch bald Geburtstag." Und denke mir: Komm, stell Dich doch wegen 2 Euro nicht an. Kauf sie ihr. Nein. Sie soll ja lernen, dass sie nicht alles gleich bekommt.

An der Kasse bezahlt die Prinzessin. Nimmt das Tütchen und spricht: "Mama, die sind soo schön. Die möchte ich am liebsten selber behalten. (Pause) Aber das geht ja nicht, die sind ja für Prinzessinenfreundin."

Ich: "Ja." Und denke: Ich liebe Dich; Prinzessin. Ich bin stolz auf Dich. Und notiere im Geiste: Emily-Erdbeer-Spangen kaufen für Prinzessinengeburstag.

Katzen?

Eigentlich will ich ja schon immer Haustiere. Eigentlich. Jetzt wurden uns Katzenbabys angeboten, die vermutlich Ende März zur Welt kommen sollen. Und ich bin hin- und hergerissen. Einerseist finde ich Katzen, so lange sie nicht zu fett sind, schön. Ich mag ihr Wesen. Und ich würde den Kindern gerne ermöglichen, mit Tieren aufzuwachsen- wenn ich schon kein Zwergpony und auch kein Hängebauchschwein halten kann.

Anderseits finde ich den Gedanken an die Katzenhaare oder eine Katze in meine Küche widerlich. Bei dem Gedanken, dass eine Katze mit ihrem Po auf meine Küchenarbeitsplatte sitzt, muss ich würgen. auch bei dem Gedanken daran, dass sich die Katze im Haus erbricht.

Und so bin ich immer noch unsicher zwischen einerseits und andererseits...

Immer eine Frage des Blickwinkels

Ich bin ja eher eine Mutter, die sich von anderen Müttern beeinflussen und unter Druck setzen lässt: der perfekt ausgerichtete Kindergeburtstag, pädägogisch wertvolles Basteln, Familienausflüge zum Rodeln etc. Mir macht es wirklich zu schaffen, wenn ich höre, dass Kinder hier zum Ballett, da zum Musikunterricht, hier zum Karate oder zu sonst einer Art Förderung gehen. Weil ich das meinen Kindern nicht alles bieten kann. Ich habe wirklich kein Talent zum Basteln und auch keine Geduld. Unter der Woche arbeite ich und das phasenweise viel zu viel. Und die Wochenenden sind oft verplant mit Haus, Garten, Handball oder mit Nichtstun. Denn auch das müssen wir einplanen.

Ich sehe andere Mütter, die liebevoll, geduldig und humorvoll sind mit ihren Kindern. Und sehe meine eigenen Fehler, meine Ungeduld. Ein vielgelobtes Buch von Jesper Juul hat mir nicht viel weitergeholfen- ich habe jetzt den Eindruck, ich erziehe meine Kinder unbewusst zu kleinen Perfektionisten.

Und ich kriege ein komisches Gefühl dabei, wenn ich um mich herum höre, wie viele 4-jährige bereits lesen und schreiben können und ich meine Tochter, die ich eigentlich für überaus klug halte, sehe, die das nicht kann.

Umso komischer, wenn auf einmal andere Leute meine Kinder "bewundern": Den Kleinen Prinzen für sein Aussehen, seine Frohnatur, seinen Charme, sein Sprechvermögen (hätte ja nie gedacht, dass ich das mal sagen könnte), seinen Mut, sein Bewegungstalent. Die Prinzessin für ihr Ausdrucksvermögen, ihre Wissbegierigkeit, ihr Wissen, ihre hohe Sozialkompetenz, ihre ganze so liebenswerte Art, ihr ausgerpägtes Gerechtigkeitsbewusstsein, ihr Selbstwertgefühl, ihre Fähigkeit, Konflikte zu lösen. Und beide für die tiefe und innige Liebe, die sie miteinander verbindet.

Und ich weiß nicht, was ich den Eltern sagen soll, die mich auf meine Kinder ansprechen. Ich kann mir ja nur zu gut vorstellen, wie sie sich fühlen müssen. So im Vergleich mit den anderen Eltern, die scheinbar alles perfekt machen...

Mittwoch, 11. Februar 2009

Nur für mich

Ich habe mich nach einer Reitbeteiligung umgesehen und werde wohl am Wochenende das erste Mal seit mehr als 4 Jahren wieder auf einem Pferd sitzen. Ob meine Sachen überhaupt noch passen?

Egal, ich freue mich und hoffe/bete/glaube, dass ein fester Termin für mich, nur für mich, pro Woche doch eigentlich drin sein müsste.

Montag, 9. Februar 2009

Wochenend-Fetzen

Freitag: Einen Tag Urlaub für die Vorsorgeuntersuchung des Kleinen Prinzen, Stammbaumbasteln mit der Prinzessin für eine Kindergarten-Hausaufgabe (Male alle, die zu Deiner Familie gehören. Ziemlich dehnbar für meine Begriffe), anschließend Kindergeburtstag bei einer Prinzessin-Freundin. Ich finde es wunderbar, dass die Prinzessin sich genau die Freundinnen aussucht, die Mütter haben, die ich extrem nett finde.

Samstag: Berlin. Besuch bei Schwester 2. Fast 6 Stunden Stadttour zu den Berliner Bären Winterruhe, trotzdem ziemlicher Krach im Bärenhaus), Spaziergang zum Alex, Fernsehturm gucken, weiter zu den Hackeschen Höfen, Stadtrundfahrt mit der Linie 100, Prinzessin die Sehenswürdigkeiten erklärt. Nachmittags um 5 zwei todmüde und verfrorene Kinder.

Sonntag: Ausschlafen bis um 8.30, Sporteln, Waffelbacken und spontan das Zimmer des Kleinen Prinzen gestrichen. Passte alles: Freundin bietet sich an, Mann nimmt Kind 2 mit zum Handball, Kind 1 geht zur Freundin. Nicht bedacht allerdings, dass der Kleine Prinz dann bei uns schlafen musste. Nervig. Hoffentlich nie wieder.

Montag: Der Kleine Prinz kündigt an: "Bobo nicht mehr kleines Bett schlafen, Bobo jetzt auch großes Bett schlafen." Panik. Grundlos. Das Kind liegt im kleinen Bett und schläft. Gott sei dank.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Danke, Gesundheitsfonds und Co.

Hiermit will ich mich beim Gesundheitsfond, der Rentenversicherung und allem anderen bedanken, dass ich im Januar 50,- Euro weniger verdient habe als noch im Dezember.
Zusammen mit dem, was der Göttergatte jetzt weniger ausgezhalt bekommt und den höheren Kindergartenbeiträgen fehlen uns vergleichsweise 200 Euro im Monat.

Genervt

Ich bestelle wirklich gerne hier. Wirklich. Aber mittlerweile bin ich echt genervt. Früher konnte ich Oberteile in einer Größe bestellen, sie haben gepasst. Bei Hosen, Jeans und Schuhen ebenso. Irgendwann haben sie ihr Größensystem angepasst.

Jetzt bestelle ich alles in drei Größen zur Auswahl- und bekomme böse Mails von denen, weil meine Retourenquote zu hoch ist.

Ich habe jetzt Oberteile in allen Größen von M bis XL im Schrank, Hosen in den Größen 38 bis 44 sowie Jeans von 30/34 bis 32/34.

Selbst bei gleichen Modellen schwankt die Größe. Meine Lieblingsjeans passt mal in dieser, mal in einer anderen Größe.

Ich kann gut damit leben, wenn ich bei Hersteller A eine andere Größe habe als bei Hersteller B. Aber wenn ich bei ein und dem selben Hersteller jedes Mal aufs Neue Probieren muss, finde ich das mehr als nervig.

Ich werde daraus lernen- und eben nicht mehr online einkaufen. Schont den Geldbeutel.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Schönheitselixier

Prinzessin. "Mama, Möhren sind ja gut für die Augen und für die Haut."

(Streichelt sich über die Wange. Pause. Guckt sehr erschrocken.)

Prinzessin: "Wie kommt die Möhre denn in die Haut und zu den Augen?"

Wunschliste

Meine Eine: "Ich wünsche mir so sehr zwei Katzen. Bitte:"

Er: "Also, wenn ich alle Deine Wünsche erfüllen würde, hätten wir einen Zoo. Katzen, Schweine, Hasen, vermutlich auch Kängeruhs und Elefanten."

Falsch. Schweine ist schon mal total falsch. Höchstens Meerschweine. Und ein Hängebauchschwein. Und ein Zwergpony. Und die Katzen natürlich. Gibt es eigentlich auch Zwergelefanten??

Hey, und er soll sich mal nicht so anstellen. In unseren 450 m² Neubaugarten (ok, abzüglich Haus, Terasse, Carport, Geräteraum, zwei Apfelbäumchen und Kletterturm) passen bestimmt ein paar Tiere. Und Zeit habe ich jede Menge, mich darum zu kümmern, Wäre doch gelacht. Ha ha.

Ich bin nicht schuld

An der Wirtschaftskrise bin ich nicht schuld. In den letzten Wochen haben wir investiert in:

  • ein Paidi-Hochbett nebst Matratze für den Kleinen Prinzen
  • Kleiderschränke vom Schweden, auch für den Kleinen Prinzen
  • mehrere Paar Kinderschuhe nebst Hausschuhen und Gummistiefeln für beide Kinder
  • gefühlte hunderte Geburtstagsgeschenke für den Kleinen Prinzen
  • einen neuen Kühlschrank mit Bio-Fresh, in erster Linie für mich ;-)
  • und zu guter Letzt Stiefel, Jeans und Strickmantel nur für mich

Ok, dafür essen wir die nächsten Wochen nur Nudeln mit Ketchup, was dann die Binnennachfrage nicht so stärkt...

Defieniere "Kleiner Kindergeburtstag"

Der Kleine Prinz durfte am Samstag auch Kinder einladen, weil "Bobo auch 'burtstag feia".
Drei Kinder hat er mir spontan genannt. Drei, das ist noch auszuhalten, wir müssen jetzt nicht um einen feilschen, so dachte ich.

Nicht bedacht hatte ich allerdings, dass die Kinder ihre Eltern und Geschwister mitbringen würden, so dass wir mit 9 Kindern und 6 Erwachsenen gefeiert haben.

Aber es war toll. Alle Erwachsenen haben mit angepackt, die Kids haben Kuchen gemümmelt und sind danach in den Tobekeller abgezogen. Und waren nicht mehr gesehen.

Dafür ist der Kleine Prinz stolz wie Oskar ob seiner Feier und den vielen Geschenken. Hat sich also gelohnt.

Falsch verstanden

Irgendwann hat die Prinzessin ihrer Cousine (gerade 3) erklärt, dass sie morgens Tabletten nimmt, weil ihr Schilddrüse krank ist. Seitdem nimmt meine Nichte morgens zwei Smarties gegen ihre kranke Schildkröte *grins*...

Dienstag, 3. Februar 2009

Karnevalsumzug- Wir sind dabei

Wir hier gelten ja als "Karnevalshochburg" des Nordens. Ich kann dem nicht wirklich viel abgewinnen, in meiner Erinnerung war der hiesige Karnevalsumzug eher ein Stechen und Hauen als irgendetwas anderes. Ich erinnere mich nur wage an schubsende und drängelnde Menschen, die um jedes schäbige Karamelle kämpfen. Und an aufgespannte Regenschirme, die zum Fangen eben dieser Kamelle benutzt werden. Mal im Ernst, man kann doch als Erwachsener nicht riskieren, dass eins der Kinder, die da stehen, etwas von den Kamelle abbekommen...

Dieses Jahr wird aber alles anders. Ich bin live dabei. Gemeinsam mit der Prinzessin verkleidet als Frech-Dax (ha ha, welch ein Wortspiel) auf einem der Wagen. Und ich verspreche hiermit hoch und heilig beim Werfen der Kamelle darauf zu achten, dass ich nicht ein einziges Bonbon in einen aufgespannten Regenschirm werfe, sondern nur den wartenden Kindern vor die Füße.

Also, am Sonntag, den 22. Februar auf zum größten Karnevalsumzug im Norden. Alternativ wird das Spektakel auch auf N3 übertragen. Ich bin die Frau im Plüschkostüm mit Puschelschwanz. Haben Dachse eigentlich einen Puschelschwanz?

Von Bienen und Blumen

Der Kleine Prinz wurde im Sommer von einer Wespe in die Hand gestochen. Ich hatte die stille Hoffnung, dass er über den Winter die daraus resultierende panische Angst vielleicht vergisst. Pustekuchen. In so ziemlich allen Büchern, die wir angucken, sind Bienen abgebildet. Offenbarwerden die Tiere von den allermeisten Bilderbuchillustratoren als niedlich gesehen oder schmücken zumindest die ansonsten leereFläche über den Wiesen.

Nur der Kleine Prinz findet das nicht niedlich. Bei jedem Bild von einer Biene heult er entsetzt auf, klammert sich an mich und weint "Aua. Aua." So macht Bilderbuchangucken nicht wirklich Spaß.

Mittwoch, 28. Januar 2009

Zöliakie?

Das braucht man. Aber der Verdacht steht im Raum und seitdem ich glutenfrei esse, sind die Bauchschmerzen weg.

Freitag gibt es die Ergebnisse und ich bange.

Alles Gute, Kleiner Prinz!

Zwei Jahre alt und kein bisschen leise!

Ich liebe Dich und bin sehr, sehr stolz auf Dich, Du hübsches Kerlchen!

Verdrängungstaktik

Meine Freundin hat ihren Chef um einen Auflösungsvertrag gebeten. Er wollte drüber nachdenken. Auch nach mehrmaligem Nachfragen kamen nur ausweichende Antworten. Gestern war er ganz erschrocken, als sie ihm ihre Kündigung gegeben hat: "Huch, ich habe es vergessen!"

Bitte. Vergisst man, wenn eine Mitarbeiterin kündigen möchte? Ich habe nur eine Erklärung: Innerhalb der letzten Monate hat nahezu das komplette Team einmal durchgewechselt. Vielelicht ist jetzt diese letzte Kündigung so tief einschneidend, dass er sie tatsächlich verdrängt hat?

Mir bleibt nur ein Kopfschütteln. Und die Gewissheit, dass ich nur froh sein kann, dass der mich damals nicht eingestellt hat.

Freitag, 16. Januar 2009

Von den Schwierigkeiten, Eltern zu sein

Durch die ganze Verbreitung von Internet, die ganzen Erziehungsratgeber und nicht zuletzt den blöden Austausch in Müttergruppen und so wird einem das Elternsein echt schwer gemacht. Tausend Ratschläge, unterschiedliche Ansichten- aber eins bleibt: Man vermittelt Dir als Mutter, dass Dein Kind eine nicht unerhebliche psychische Störung davonträgt, wenn Du auch nur den kleinsten Fehler macht. Das führt zu absurden Sachen, dass Mütter nicht aufs Klo gehen oder nichts richtig essen können, weil das arme Kind ja nicht schreien darf... Ich meine das ernst, ich finde das extrem schwierig, weil man überall auf irgendwelche Übereltern trifft, die so wie so alles besser machen. Man braucht da wirklich ein dickes, dickes Fell und ein noch dickeres Vertrauen in sich und sein Kind, um die Anschuldigungen und Vorwürfe ertragen zu können. Nicht besser macht es das, wenn die Eltern und Schwiegereltern eh alles nur für neumodischen Krams halten- früher war es ja auch nicht so und die Kinder sind groß geworden.

Die Prinzessin war als Baby ja auch extrem anstrengend. Ich konnte sie nicht ablegen, sie hat im Kinderwagen nur gebrüllt und wollte von Anfang an den ganzen Tag bespaßt werden. Aber glaubst Du, in irgendwelchen Büchern steht, dass es solche Kinder gibt? Nein, da steht nur was von Kindern, die spielen, während Mama ihre Gymnastik macht, um wieder in Form zu kommen. Ein Freund hat mal gesagt, man hat entweder ein bräsiges Kind, das schläft oder ein kluges, das anstrengend ist. Kannst Dir aussuchen, was Du lieber willst. Jetzt weiß ich, dass das so ist. Und es ist gut, dass ich ein sehr kluges Kind habe. Aber am Anfang hat mich das auch doll aus der Bahn geworfen. Nur eine Freundin, die mir mal erzählt hat, dass sie ihre Kinder am liebsten ab und an an die Wand klatschen würde, hat mir das Gefühl gegeben, dass doch alles nicht so schlimm ist. Aber es gibt nicht viele Mütter, die zugeben, dass sie nachvollziehen können, warum manche Eltern ihre Kinder (ungewollt) mit einem Kissen ersticken, damit bloß mal Ruhe ist.

Mittlerweile sehe ich das gelassener: Meine Kinder werden offenbar zu gesellschaftsfähigen Menschen, obwohl sie Schokolade essen, fernsehen und alleine in ihrem Zimmer schlafen. Obwohl sie einen Kindercomputer haben und ich Fehler mache. Obwohl sie alleine essen und das auch noch mit Messer und Gabel. Nur manchmal, wenn ich wieder zu Erklärungen genötigt werde oder mir andere Mütter erklären, wie toll sie sind, kommt so ein blödes Gefühl hoch...

Glücksgriff

Wir haben eine neue Haushaltshilfe. So gut und ordentlich hat noch niemand bei uns geputzt. Ein echter Glücksgriff.

So stolz

Die Prinzessin hat mir im Kindergarten ein Bild gemalt: Ein lachendes Gespenst mit Augen, Nase und Mund und sogar Händen. Bunt umrahmt. Und oben auf dem Bild steht in sorgsam gemalten Buchstaben MAMMA.

Ich liebe dieses Kind!

Sonntag, 11. Januar 2009

Bauchschmerzen

Nach dem Essen kriege ich Bauchschmerzen: Fiese, kneifende Bauchschmerzen. Manchmal nur ein bisschen, manchmal so dolle, dass ich nicht mehr stehen kann. Gestern bereits mit fiesen, fiesen Bauchschmerzen aufgewacht und den ganzen Tag nicht aufgestanden. Dafür aber mehrfach übergeben und erst am späten Nachmittag in bisschen Cola intus behalten.

Ich hasse das. Ich hasse die Bauchschmerzen, ich hasse dieses ewige Kranksein. Seit 2 Monaten bin ich immer mal wieder krank, Bronchitis, Lungenentzündung, mal dies, mal das. Ich hasse, dass ich so gar nicht richtig fit werde und ständig nur im Bett oder auf dem Sofa herumliegen muss...

Liebe ist...

Der Göttergatte und ich waren am Freitag auf einer Party eingeladen, Schwiegereltern haben derweil die Kids gehütet. Der Kleine Prinz ist zwischendurch aufgewacht und hat sich nicht beruhigen lassen. Da hat die Prinzessin gesagt, Oma solle ihn zu ihr bringen. Der Kleine Prinz hat sich in die Arme der Prinzesin geschmiegt und so sind beide eingeschlafen.

Und als wir dann ins Zimmer geguckt haben, lagen sie da beide: zusammengekuschelt im Hochbett der Prinzessin, beide leicht verschwitzt und seelig schlummernd.

Ich liebe meine Kinder.

Natürlich Blond

Die Prinzessin fragt, warum sie und der Kleine Prinz blonde Haare haben, der Göttergatte und meine Eine aber schwarze Haare. Ich erkläre ihr, dass ich auch mal ganz blonde Haare hatte, ebenso wie Großmutti und Großvati, dass die aber immer dunkler geworden sind.

Prinzessin: "Also, wenn meine Haare mal dunkel werden, dann färbe ich sie mir eben blond. Ne, Prinz?"

Kleiner Prinz, mit der Faust auf den Tisch trommelnd, singend: "Immer bond, immer bond..."

Dann beide: "immer blond, immer blond, immer blond..."

Weißte Bescheid, oder?

Donnerstag, 8. Januar 2009

Splitter

Gefühlt ist auch 2009 schon zur Hälfte rum. Der Göttergatte und ich haben Urlaub, erst Montag geht es wieder los. Die beiden Kurzen sind im Kindergarten und wir erledigen so allerhand Krams. Nichts wirklich spannendes.

Ich bin faul. Nachdem mein Arbeitgeber das versprochene Weihnachtsgeld tatsähclich einfach nicht gezahlt hat, war ich ja wild entschlossen, mich sofort anderweitig zu bewerben. Mittlerweile ist meine Wut verraucht, ich bin bequem. Bis Montag vermutlich, dann holt mich die Realität wieder ein...

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Voller Erfolg

Unser Weihnachten war dieses Jahr ein voller Erfolg. Stressfrei und wirklich entspannt. Mit den Geschenken offenbar voll ins Schwarze getroffen:

  • Für die Prinzessin gab es das sehnlichst gewünschte Playmobil-Krankenhaus nebst viel Zubehör. Und einen Kinder-Laptop, der zwar pädagogisch nicht wertvoll, dafür aber heiß geliebt ist.
  • Beim Kleinen Prinzen ist die Werkbank mit "Akku-Schauber. Opa auch." der Brüller. Bei uns wird seit dem gehämmert und geschraubt, was das Zeug hält. Zum Glück haben wir unkaputtbare Weihnachtskugeln von Ikea, die halten dem Geschraube wenigstens Stand...
  • Für den Göttergatten und mich gab es eine Wii, samt Fit-Board. Und obwohl ich geschworen habe, dass mir nie eine Spielekonsole ins Haus kommt (genau so lange, bis ich die Werbung für dieses Bord zum ersten Mal gesehen habe...), war es dieses Jahr mein ausdrücklicher Wunsch. Dieses Ding ist ziemlich schonungslos ("Sie haben Übergewicht!"), aber ich habe tatsächlich Yoga für mich entdeckt. Und turne auch eifrig darauf herum.

Wir haben aber auch echt entrumpelt, was Familienfeierlichkeiten angeht: Heiligabend die Schwiegereltern hier, am 26. wir bei meinen Eltern. Und dann nur noch wir. Geht doch.

Prost Neujahr

Wir sind krank- zumindest die Kids und ich. Alle drei Lungenentzündnung. Na dann: Prost Neujahr, möchte ich sagen.

Allen anderen wünsche ich trotzdem einen guten Start ins Jahr 2009.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Weihnachtsvorbreitungen

Weihnachten kann kommen. Ich selbst darf morgen noch arbeiten (haha, ich schätze, ich bin fast alleine hier in dem riesigen Gebäude), also werden heute die letzten Vorbereitungen getroffen:

  • Nach Feierabend das letzte, wirklich allerletzte Geschenk besorgen
  • Obst und Gemüse für die Feiertage einkaufen
  • Heute Abend zum Friseur, damit ich Weihnachten auch gut aussehe (btw: meine noch recht neue Frisur ist toll, muss aber tatsächlich oft nachgeschnitten werden. Nix mehr mit monatelangem Zusammenwurschteln, bis gar nix mehr geht...)
  • Dann nach Sandmann und Pippi Langstrumpf Tannenbaum aufstellen und schmücken, gemeinsam mit den Kindern, damit die spät ins Bett und morgen dafür lange schlafen (hoffentlich).
  • Das Playmobil-Krankenhaus für die Prinzessin verpacken (selber schuld, was muss sie auch so etwas sperriges bekommen)

Dafür schon erledigt:

  • Gestern Abend nach dem Sport bereits Fleisch eingekauft
  • heute morgen vor der Arbeit Küche geputzt und Wohnzimmer gefegt- das Wohnzimmer wird erst nach dem Tannenbaumaufstellen richtig geputzt
  • alle anderen Geschenke verpackt

Plan für heute Abend, wenn alles erledigt ist:

  • Flasche Wein mit dem Göttergatten trinken

Und dann: 2,5 Wochen Urlaub *freu*!

Sonntag, 21. Dezember 2008

Ich hasse Weihnachstmärkte

Mir ist es völlig, aber auch völlig schleierhaft, wie man dieses Gedränge, Geschiebe und Geschubse auch nur irgendwie romantisch und kuschelig finden kann. Ich finde es furchtbar. Und der heutige Spätnachmittag hat mich nicht eines besseren belehrt.

Vielelicht war es doch ganz gut, dass der für Freitag mit Freunden geplante Weihnachtsmarktbesuch mit anschließendem Versacken irgendwo spontan in den Garten von Freunden verlegt wurde- weil gleich 2 Paare keinen Babysitter gefunden haben. Dass das Treffen seit 7 Wochen verabredet wurde, sich das Babysitterproblem offenbar aber erst am Donnerstag abend herauskristaliisierte- dazu sag ich mal lieber nichts.

Patentante

Ich. Ich freu mich wie Bolle ;) Und bin natürlich megastolz.

Mein Nichte 2 ist echt süß. Ganz viele schwarze Haare. Heute war Babygucken.

Samstag, 20. Dezember 2008

Weiterbildung

Mein Entschluss steht so gut wie fest: Ich strebe ein Weiterbildungsstudium an. Derzeit sind drei Alternativen für mich in der engeren Auswahl:

  • Ein Weiterbildungsstudium Erwachsenenbildung (vielleicht auch Personalentwicklung) an der TU Kaiserslautern, Dauer 4 Semester, vorwiegend Fernstudium. Kosten überschaubar, vom Thema her das, was ich immer schon machen wollte. Nachteil: Fängt erst wieder zum Wintersemester an. Dafür bin ich eigentlich zu ungeduldig. Denn wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann ja auch bitte gleich.
  • Ein Weiterbildungsstudium an der Uni Hannover (Arbeitswissenschaften): Start auch zum Sommersemester möglich, Intensität frei wählbar, thematisch passt es auch sehr gut zu meinem Wunsch, mich in Richtig Personalentwicklung, perspektivisch Trainer, zu entwickeln. Nachteil: Die Seminare finden am Wochenende statt. Und ich bin nicht sicher, ob ich das möchte (mein schlechtes Gewissen gegenüber den Kids meldet sich). Und wenn der Göttergatte Handballtrainer bleibt, geht das schon mal gar nicht.
  • Ein Studium Psychologie an der Fernuni Hagen. DAS war tatsächlich mal ein inniger Studienwunsch von mir, meine Eltern wollten den allerdings nicht unterstützen. Jetzt würde sich mir die Möglichkeit bieten. Allerdings ist hier die wirklich kritische Frage ob ich a) das Pensum zusätzlich zur Arbeit schaffe und ob ich b) das auch über einen Zeitraum von 6 Jahren schaffe. Der Wunsch wäre aber da...

Tja, blöd, dass wir bei unserem Lebensstandard auf mein Gehalt angewiesen sind und ich zudem viel zu viel Angst davor habe, einfach den Job zu schmeißen und zu studieren. DAS wäre nämlich eigentlich mein Wunsch. Aber mein Pflichtbewusstsein und so viele Stimmen in mir, die rufen "Sei doch vernünftig" hindern mich daran. Aber über die kommenden Feiertage bleibt hoffentlich ein bisschen Zeit für Gedankenspielereien.

Freitag, 19. Dezember 2008

Ohne Worte

Mein Arbeitgeber zahlt in der Regel kein Weihnachtsgeld. Ist auch ok, ist ja so vereinbart. In der Regel gibt es wohl einen Gutschein, der in den Filialen eingelöst werden kann. So auch dieses Jahr Und ich habe mich wirklich darüber gefreut.

Mit Datum vom 25.11. bekamen wir allerdings ein Schreiben (im Zusammenhang mit einer Umstrukturierung), in dem allen Mitarbeitern gedankt wurde und ein Weihnachtsgeld angekündigt wurde. Zum Dank für die Arbeit im letzten Jahr und als Anerkennung, weil die Firma einen guten Gewinn gemacht hat.

Nur das Geld, das ist noch nicht angekommen. Und hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, der Brief sollte nur an die Filialmitarbeiter gehen, nicht an die Verwaltungsmitarbeiter. Und man munkelt, das Geld wird gar nicht ausgezahlt.

Aber anstelle schnellstmöglich den Fehler einzugestehen und einen Widerruf zu schicken, wird alles verschwiegen. Wohl in der Hoffnung, dass die Mitarbeiter sich nicht auflehnen. Einen Betriebsrat gibt es nämlich nicht. Und das, fände ich milde ausgedrückt, mehr als feige und unfair den Mitarbeitern gegenüber.

Ich bin stark gespannt, ob es das Weihnachtsgeld mit dem Dezembergehalt gibt. Oder ob an den Gerüchten was dran sein sollte.

Und tschüss...

Ganz ehrlich, ich habe schon befürchtet, internetsüchtig zu sein. Es gibt da ein Forum, in dem ich zwar nicht mehr s viel geschrieben habe, aber sehr, sehr viel gelesen habe. Viel zu viel. Ich habe schon überlegt, wie ich davon loskomme.

Jetzt hat sich mein Problem von alleine gelöst. Das Forum hat ein neues Layout. Für meine Augen billig und so wie viele Foren, in denen ich nie heimisch geworden bin. Ganz ehrlich, wenn ich in einem Forum surfe, möchte ich nicht den Eindruck eines buntes Windows-Arbeitsplatzes bekommen. Mir fehlen außerdem liebgewonnene Funktionen zum Navigieren. Und da das neue Forum nicht mal richtig angezeigt wird- hat sich mein Problem damit wohl erledigt.

Schöne Zeit da, jetzt ist wohl Zeit für andere Dinge.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Pre-Sale für Platinum-Mitglieder

Ich kaufe gerne und viel bei Esprit. Weshalb ich auch seit einigen Jahren ein "Platinum-Mitglied" bin. Wie jedes Jahr bekomme ich eine exclusiv für Platinumkunden ausgestellte Einladung zum großen Pre-Sale, mit 20% auf alles, was nicht New Collection ist. In den letzten Jahren ist mir schon aufgefallen, dass einige Artikel plötzlich im Online-Shop nicht mehr erhältlich waren. Das Angebot war reichlich ausgedünnt- um kurz nach Ende der Pre-Sale-Aktion wieder voll da zu sein.

Dieses Jahr ist es aber besonders heftig, so zumindest mein Empfinden. Jetzt sind nicht nur viele Artikel nicht mehr da (mag ja sein, dass der Ansturm sooo groß gewesen ist), nein, jetzt sind auch noch diverse Artikel mit New Collection gekennzeichnet, die es zumindest gestern noch nicht waren.

Kommt mir ein bisschen vor, als wollten die mich auf den Arm nehmen...

Herzlich Willkommen

... im Leben, kleine Janna Charlotte.

Gestern seit 20.30 ist Nichte 2 auf der Welt, mit 55 cm Länge und einem Sarttgewicht von 3.600 g passt sie voll ins Familienbild.

Ich freue mich tierisch, vor allem, weil es Mutter und Kind richtig gut geht.

War ja klar

Der Kleine Prinz hat jetzt auch den MD-Infekt und ist somit auch zu Hause.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Jammerei

Insbesondere nach dem letzten Wochenende wächst mir alles über den Kopf: Freitag lag ich mit Fieber und extremen Husten im Bett. Na ja, so mehr oder weniger. Der Göttergatte musst schließlich arbeiten und hatte wichtige Termine, weshalb ich mich durch den Nachmittag mit den liebreizenden Kindern gekämpft habe. Samstag, so mein Plan, wollte ich den Tag im Bett bleiben und mich auskurieren. Aber der Göttergatte bekommt einen heftigen MD-Infekt. So richtig, mit Nichtmehraufstehenkönnen und so. Und das ist IMMER so- jedesmal wenn ich krank bin, wird er noch schlimmer krank.

Ich weiß, er kann überhaupt nichts dafür und er macht das auch tausendprozentig nicht absichtlich. Und trotzdem bin ich davon richtig, aber so richtig genervt. Weil ich es mir nie "erlauben" kann, krank zu sein. Immer muss ich mich mit Medikamenten irgendwie am Laufen halten. Vielleicht ist es deshalb auch kein Wunder, dass es mich jetzt zum 3. Mal innerhalb von 3 Monaten niederschlägt.

Meine Arbeit macht mir momentan nur so "mittel" Spaß- ich langweile mich und frage mich, warum ich dafür überhaupt studiert habe. Sehr gut studiert habe. Und ich vermisse an manchen Tagen die Führungsarbeit in einem Team. Das schlimme daran ist, dass mich Langeweile stresst. Ich kann ernsthaft besser damit umgehen, viel zu tun zu haben als nichts zu tun zu haben. Nicht zu tun zu haben vermittelt mir ein Gefühl, wertlos zu sein. Oder nicht gut genug zu sein, weshalb man mir keine Aufgaben geben kann. Beides nicht gut.

Außerdem geht es mir auf die Nerven, den ganzen Tag nur im Büro zu sitzen und auf den Rechner zu starren. Ich möchte unter Menschen, kreativ sein, Dinge bewegen- und nicht irgendwelche Konzepte auszuarbeiten, bis sie ins allerkleinste Detail stimmen. Das bin ich nicht, das werde ich nie sein und das möchte ich auch nicht sein.

Was meine beruflichen Perspektiven angeht, muss ich echt was tun. Ich bin nur so unschlüssig was. Ein Weiterbildungstudium? Wenn ja, welches? Eine Promotion? Schaffe ich die neben Beruf und Familie?

Vielleicht ist es ja nur eine Phase, denn eigentlich finde ich meinen Chef und meinen Arbeitgeber toll, nur uneigentlich ist mir unsäglich langweilig.

Gesundheitlich machen mir auch so meine Wehwechen zu schaffen. Ich bin total müde und kann mich nicht konzentrieren, mein Bauch ist ständig aufgerieben, mir wird nach dem Essen schlecht oder ich habe Bauchschmerzen. Meine Fingernägel sind total weich und brechen ständig ab. Von meinem Gewicht mal ganz zu schweigen, von meinem Wohlfühlgewicht bin ich einige Kilo entfernt. Nicht mal ein Wochenende ohne Essen hat da irgendetwas bewegt. So. Und ich würde damit gerne zu einem Arzt oder Heilpraktiker gehen, aber ich kenne keinen, der einen kennt, der sich damit auskennt.

Richtig blöd finde ich, dass ich so genervt bin. Hier reichen die die kleinsten Kleinigkeiten aus und ich gehe an die Decke. Manchmal habe ich das Gefühl, ich meckere an meinen Kindern nur rum. Dabei wäre ich gerne eine lustige und liebevolle Mutter.

Auf der Suche nach einer Ursache- schließlich muss es für meine Gereiztheit ja eine Ursache geben- stoße ich an die Grundfeste meiner Überzeugung: Wenn ich bislang geglaubt habe, als Frau könne man Beruf und Familie locker unter einen Hut bringen, so glaube ich das jetzt nicht mehr. Ich habe wirklich viel Unterstützung durch meine Eltern und Schwiegereltern, unsere Kinderbetreuung ist gut und zuverlässig- und mich werfen trotzdem lange Sitzungen, Dienstreisen oder Krankheit des Göttergatten völlig aus dem Konzept. Weil dann Pausen, die ich kalkuliert habe, nicht da sind. Weil ich sauer und eifersüchtig bin, dass er Karriere macht und nicht ich. Weil ich auch gerne bei der Arbeit eingespannt sein möchte, anstatt immer nur rumzusitzen. Und wenn ich dann zum Ausgleich nicht zum Sport kann, weil ich selber auch noch krank bin, halte ich den Stress nicht mehr aus.

Jetzt gibt es erstmal drei Tage kzH für mich, hoffentlich ohne kranke Kinder. Und über Weihnachten 2 Wochen Urlaub. Ich hoffe, das bringt Kraft. Das Weihnachtsfest haben wir auch so gut es ging entrümpelt, also endlich mal Zeit. Und im Urlaub werde ich mich auch mal um meinen Gesundheitszustand kümmern, so geht das hier nicht weiter.

Der weiß, was er will

"BUCH! AN! GLEICH!"

Der Kleine Prinz, sauer, weil der Papa sich erst fertig anziehen wollte...

Samstag, 13. Dezember 2008

Hölzern

Unser 5. Hochzeitstag ist letzte Woche nahezu untergegangen- beide Kinder krank und alle geplanten Aktivitäten (mal wieder) abgesagt. Können Kinder eigentlich riechen, wenn Eltern etwas besonderes vorhaben?

Na ja, immerhin haben wir unsere Ringe aufarbeiten lassen und ich habe für meinen einen neuen Stein bekommen, weil einer blind geworden ist. Ist ja auch etwas.

Und vielleicht, ganz vielleicht, können wir ja am 05.06. den 5. kirchlichen Hochzeitstag feiern.

Rückblick

Etwa ein Jahr ist es jetzt her, dass ich mein erstes Vorstellungsgespräch bei meinem jetzigen Arbeitgeber hatte. Kurz darauf kam das 2. Gespräch. Zu der Zeit hat der Kleine Prinz mit einem heftigen Magen-Darm-Infekt zum 2. Mal innerhalb weniger Monate im Krankenhaus gelegen. Das war nicht lustig. Er hat innerhalb von 2 Tagen von 10 kg auf 7 kg abgenommen. Und ich habe ihn nur schweren Herzens mit dem Papa im Krankenhaus gelassen- ich Rabenmutter, ich. Nach dem Gespräch erst zu meinen Eltern, die Prinzessin kurz besuchen, dann weiter ins Krankenhaus. Da saß ich dann, in den Klamotten vom Vorstellungsgespräch, mit einem brechenden Kleinkind im Arm. Immerhin rief abends der beste Chef der Welt an, um mir den Job anzubieten.

Am 23. sind wir aus dem Krankenhaus entlassen worden, haben alle Einladungen und Verabredungen abgesagt und Weihnachten nur zu viert gefeiert. Mit Toastbrot und Nudeln mit Ketchup.

Irgendwie kann ich das nicht vergessen, gerade jetzt nicht.

Shoppingtour

Mit der Patentante der Prinzessin und deren Tochter beim Weihnachtsshopping in der Stadt gewesen- Weihnachtsgutschein vom Arbeitgeber umsetzen. Das ist ja echt mehr Stress als Spaß, aber trotzdem irgendwie gut.

Neben diversen Teilen für die Patentantentochter und die Patentante gab es für mich ein ausgefallenes Hippiekleid, knielang, von dem ich ja echt gespannt bin, ob ich das trage, ein schwarzes Strickkleid nebst zwei passender Gürtel dazu, eine Jacke sowie eine Satin-Schluppenbluse für mich.

Witziger allerdings die Unmengen von Kollegen, die wir schwerbepackt im Store getroffen haben- ich bekomme schließlich nur einen Teilzeitgutschein. Und alle einfach nur froh, das Geld endlich umgesetzt zu haben. Wobei ich ja zugeben muss. ich hätte auch keine Probleme gehabt, den Vollzeitgutschein für mich alleine umzusetzen...

Ganz blöd

Wenn die ganze Familie einen heftigen Magen-Darm-Virus hat, die Mutter dazu noch eine Bronchitis, die sich gewaschen hat- dann ist das irgendwie eine blöde Situation. Noch blöder, wenn die besten Schwiegereltern der Welt dieses Wochenende verreist sind und die eigenen Eltern sich besser nicht anstecken möchten, weil sie hoffentlich in den nächsten Tagen bei Schwester 1 aufpassen müssen, wenn Baby 2 kommt.

Derjenige, der von beiden Elternteilen am fittesten ist- im Klartext diejenige, die wenigstens aufstehen kann, ohne sich zu übergeben, muss ich also um alles kümmern. Schließlich brauchen wir auch morgen etwas zu essen und zu trinken...

Ganz blöde Situation.

Mittwoch, 26. November 2008

Dumme Nuss

Im Sportstudio: Ich gehe auf dem Weg zum Föhn an einer Frau vorbei. Die springt auf, rennt wie von der Tarantel gestochen an mir vorbei, hechtet zum Spiegel und ergreift nicht nur einen, nein, sondern gleich beide Föhne. Und föhnt tatsächlich paralell die Haare. Beidseitig, sozusagen. Dass gerade kein anderer Föhn frei war, muss ich jetzt nicht schreiben, oder?

Held der Arbeit

Ich bin stolz auf meinen Göttergatten. Gestern ist seine Beförderung zum Unterabteilungsleiter offiziell bekannt gemacht worden. Und er hat zusätzlich vom ChefChef ein dickes Lob vor versammelter Mannschaft erhalten. Sein Engagement und vor allem die Qualität seiner Arbeit seien beispielhaft und sein ChefChef ist sehr froh, ihn im Team zu haben.

Vor 5 Jahren, kurz vor unserer Hochzeit, ist der Göttergatte von unserem damals gemeinsamen Arbeitgeber zu seinem jetzigen Arbeitgeber gewechselt. Das war ein großer Schritt für ihn. Völlig fachfremd. Und ich bin so froh und so stolz, dass er das damals gewagt hat. Jetzt darf er endlich die Früchte dafür ernten.

Die Schilddrüse macht Murks

Nicht bei mir, aber bei der Prinzessin. Jetzt liegt gerade wieder eine schlechte Phase hinter uns. Aber nachdem ich die Thyroxin-Dosis eigenmächtig gesteigert habe, um der Prinzessin eine Blutabnahme zu ersparen, geht es wieder bergauf. Erstaunlich finde ich, dass die Prinzessin selber gut einschätzen kann, wie es ihr geht. Und sie nimmt ihre Tabletten mit einer Selbstverständlichkeit- ich bin echt stolz.

Traurig und hilflos bin ich trotzdem, wenn ich merke, wie schlecht es ihr manchmal geht. Sie ist dann so anders, so müde, so unkonzentriert. Keine Lust zu irgendetwas. Und sie ist so leicht aus der Fassung zu bringen. Und die anderen Kinder können das (verständlicherweise) nicht verstehen. Und wollen dann nicht mit ihr spielen. Super, da bekommt die Kurze gleich mit, dass man funktionieren muss, damit man auch von anderen akzeptiert wird.

Ergotherapie vorbei

Der Kleine Prinz hat seine 10 Sitzungen Ergotherapie absolviert. Und ein großes Lob von der Therapeutin bekommen: Er könne sich erstaunlich gut konzentrieren, er ist sehr weit in seiner körperlichen und geistigen Entwicklung, sein Sprachvermögen ist außerordentlich gut, sein aktiver Wortschatz deutlich über Altersschnitt und sein Farbverständnis überdurchschnittlich.

Nur ein Sprechvermögen ist eben immer noch nicht altersgemäß entwickelt. Immerhin kann er jetzt "I" und "E" sprechen, aber insgesamt immer noch verwaschen und er verschluckt weiterhin Buchstaben. Einige Laute kann er nicht sprechen. Jetzt heißt es abwarten- und dann gegebenenfalls ab Februar tatsächlich Logopädie. Mal hören, was der Prinz von sich aus noch lernt.

Ausdrücken kann er sich jedenfalls prima. Zu dem Wunsch nach einem Kjuter ist jetzt noch ein Bär hinzugekommen. EinenBären, den man in den Arm nehmen kann.

Dienstag, 18. November 2008

Angst

Meine Schwester erwartet ihre 2. Tochter. Aber ihre Blutwerte sind nicht in Ordnung, es deutet auf HELLP hin. Sie ist zum Arzt und von da aus ins Krankenhaus. Ich habe Angst um sie und das Baby.

Montag, 17. November 2008

Gewünscht

Der Kleine Prinz guckt einen Spielzeugkatalog an und sieht einen Lernlaptop für Kinder:

"Pjuter. Bobo auch."

Und wiederholt den Wunsch vehemment bei jeder Gelegenheit.

Wenigstens ein Geschenk klar. Die Prinzessin wünscht sich nämlich nur einen Schal und eine Mütze für ihre Puppe.

Tolle Sause

Mein Arbeitgeber hat Weihnachten gefeiert. Gei.le Party, eine andere Beschreibung finde ich nicht dafür! Essen vom Feinsten, Getränke ohne Limit- lecker. Inklusive Cocktails und Mixgetränke. Plus 3 Bands und Moderation durch einen Radio-Moderator.

Deko sehr abgefahren- jede Menge Folienballons in silber und lila, dazu lila Tannenbäume mit Glitzerkrams. Passt aber.

Und alle aufgerüscht ohne Ende. Wobei ich ja feststellen musste: Kleidung kann man kaufen, Stil muss man haben. Ein knappes (und das ist noch gut umschrieben) Hängerkleidchen mit Stiefelletten sieht eben bei allen, die mehr als Kleidergröße 34/36 tragen, höchstens begrenzt gut aus.

Ich war zwar tendenziell eher underdressed mit Marlenejeans, Tanktop und Weste plus Glitzerschmuck, wage aber mal ganz uneitel zu behaupten, dass ich trotzdem besser ausgesehen habe als ein Großteil der übrigen Damen. Bei der Männerwelt habe ich solch modische Fehlgriffe übrigens nicht bemerkt.

Getanzt von 23 Uhr bis 4.30 Uhr- nahezu ununterbrochen. Mit unserer Geschäftsführung und dem besten Chef der Welt. Ich glaube, ich vergesse manchmal, wie schön es ist, einfach nur Spaß zu haben.

Dienstag, 11. November 2008

Leg Dich nicht mit der Prinzessin an

Die Prinzessin probiert Schimpfwörter aus- zumeist abends beim gemeinsamen Essen. Uns geht das gelinde gesagt auf die Nerven. Der Göttergatte holt DIE Waffe der Vorweihnachtszeit heraus (oh, wie ich die verabscheue- wie blöd, seine Kinder damit wenigstens ein paar Wochen im Zaum halten zu wollen):

"Wenn Du das jetzt noch mal sagst, hört das der Weihnachtsmann und bringt Dir keine Geschenke!"

(Pause)

Prinzessin: "Wo wohnt denn der Weihnachtsmann?"
Göttergatte: "Am Nordpol"
Prizessin: "Dann ist der ja soweit weg, der kann mich gar nicht hören."

Montag, 3. November 2008

Freizeitstress

Wo ich jetzt gerade über die alte Freundin geschrieben habe: Traurig macht mich, dass ich nicht die Zeit finde, die meine Freunde verdient hätten.



Arbeit, Haushalt, Garten, meine Familie, dazu das Hobby (Nebenjob) des Göttergattten als Handballtrainer (was mich zumindest zeitweise abends hier als Babysitter bindet)- ich bin oft froh, wenn ich das so halbwegs auf Reihe bekomme. Mir fehlt dann die Kraft und die Energie, mich abends auch noch ans Telefon zu hängen. Von Treffen ganz zu schweigen, zuml einige Freundinnen nicht hier in der direkten Umgebung wohnen, sondern eben weiter weg. Oder aber selber Kinder haben und abends nicht immer weg können.



Ich muss mir dazu selber eingestehen- und das kann ich auch erst jetzt, wo es mir halbwegs gut geht- dass es mir mindestens im letzten halben Jahr nicht gut ging. Eigentlich die letzten 1,5 Jahre. Mir fehlte die Kraft, auch nur mehr als das Nötigste zu tun und gerade abends konnte ich oft nicht mehr, als einfach nur vor dem Fernseher zu hängen und vielleicht zu surfen. Angst, ein Gefühl, das ich so nicht kannte, hat mich zusätzlich gelähmt, immer dann, wenn der Göttergatte nicht da war. Manchmal hätte ich einfach nur noch heulen können und manchmal habe ich das auch einfach nur gemacht.



Es geht mir jetzt sehr viel besser, wenn auch noch nicht immer gut. Aber meistens. Und ich hoffe, dass ich mit der wiederkehrenden Kraft auch wieder mehr in die Menschen investieren kann, die mir wichtig sind.

Einfach nur gefreut

Nachdem meine Schwester bereits vor einigen Wochen eine alte, sehr gute Freundin von mir traf, die aber passenderweise nicht nach der Telefonnummer gefragt hat, habe ich heute die besagte Freundin im Fitnesstudio getroffen. Und mich wirklich gefreut.

Dafür, dass wir uns schätzugsweise 7 Jahre nicht gesehn haben, war es erstaunlich vertraut. Für Mittwoch steht die Verabredung, zum Sport.

Wäre schön, wenn wir die alte Freundschaft zumidnest ein bisschen wieder aufleben lassen würden.

Nachhilfe benötigt

Sie hatte ein bisschen Mühe, den klebrigen Teig in die Pie-Form zu wursteln, aber dann.. dieser leckere Apfelkuchen. Hmmmmm.

Appel Pie, der klassische, von hier. Ganz ehrlich, ich brauche noch ein bisschen Nachhilfe. Bislang hielt ich mich für mindestens durchschnittlich begabt, was Kochen und Backen angeht. Letzte Woche sind schon die Brownies völlig daneben gegangen. Und bei dem Mürbeteig hatte ich auch meine Probleme. Ich schätze, ich werde beim nächsten Mal das Palmfett auf der Küchenreibe reiben und mein Nudelholz zum Ausrollen ins Gefrierfach legen. Aber ich bin belohnt worden- mit dem wahrhaft leckersten Apfelkuchen aller Zeiten.

Freitag, 31. Oktober 2008

Ich trage es mit Fassung

Mein Projekt bei der Arbeit ist erfolgreich gestartet, wir können die nächsten Tage ein bisschen gelassener angehen. Da hat der tollste Chef der Welt mir spontan 3 Tage freigegeben, damit ich mich um die Prinzessin kümmern kann.

Nachdem wir am Mittwoch erst in der Kinderklinik und danach spontan im Zoo waren, hat die Prinzessin gestern nach dem Frühstück festgestellt: "Mama, ein Tag mit Dir alleine reicht mir aus. Ich möchte jetzt in den Kindergarten."

Gestern wusste ich mit dem Tag dann spontan gar nichts anzufangen, ich wollte ja bloß mit der Prinzessin spielen. Und es hat geschüttet, so dass alles Aktivitäten draußen auch wenig spannend waren. Bin ich also zur Arbeit gefahren (doof wie ich bin).

Heute dagegen bin ich ganz alleine zu Hause, genieße die Ruhe und erledige nebenbei jede Menge Dinge. Toll, so ein Tag.

Ordnung ist das halbe Leben...

Meine Kinder benutzen, wenn sie sich wehgetan haben, ein "Aua-Paket", also kleine Kühlkissen, die sie leider dann überall hinschleppen. Ich habe da nicht immer ein Auge drauf. Und musste neulich entstzt feststellen, dass kein einziges mehr im Kühlschrank liegt.

Heute habe ich drei gefunden: Eins unter den Küchenschränken, eins in der Schwimmtasche der Prinzessin und eins im Bücherregal. Fehlen nur noch 2. Ich bin gespannt, wo die auftauchen.

Liebling, wir haben ein Riesenbaby

Von Bianka habe ich einen großen Schwung Klamotten für den Kleinen Prinzen bekommen. Danke übrigens an dieser Stelle dafür. Schöne Sachen, alle Größe 92 bzw. 92/98. Und sie passen. Dabei ist der Kleine Prinz erst gut 1,5 Jahre alt...

Positiv Denken

Da haben die blöden Baustellen hier ÜBERALL in der Stadt doch einen guten Zweck. Kleiner Prinz bei der Fahrt: "Bagga. Auch Bagga. Auch Bagga. Noch a Bagga. Fontladaaaa!"

Haustiere

Göttergatte grinsend zur Prinzessin: "Weißt Du, wir haben hier auch manchmal zwei kleine Schweinchen zu Hause."

Meine eine breit grinsend: "Und manchmal auch zwei Zicklein."

Göttergatte (lachend): "Genau, die heißen Kleiner Prinz und Prinzessin."

Prinzessin (ganz cool): "Und manchmal auch zwei Spinnen, die heißen Mama und Papa."

Placebo? Oder Wirklichkeit?

Seit zwei Tagen bekommt die Prinzessin nun L-Tyhroxin. Und sie ist wie ausgewechselt. Ist sogar den Schweigereltern aufgefallen. Sie lacht wieder, ist gut drauf, macht blöde Sprüche und hat Lust zum Kinderturnen zu gehen. Sie ist wieder die Alte.

Ob das jetzt tatsächlich die Hormone sind oder ein Placebo-Effekt ist mir fast egal. Hauptsache, es geht ihr gut.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Zauberlehrling

Ein Wolf ist bei uns im Schlafzimmer. Sagt die Prinzessin. Die Lösung: Wir packen ihn und werfen ihn raus. Wölfe haben bei uns schließlich nichts zu suchen.

Prinzessin: "1,2,3 und raus mit Dir. Hokus Pokus Wolfibus, drei mal nach Hannover."

Pause

Prinzessin: "Jetzt ist der Wolf in Hannover im Zoo."

Pferdegebiss?

Prinzessin (trinkt Wasser aus einem gelben Becher): "Guck mal, Mama, mein Becher passt gut zu Deinen Zähnen. Der ist auch so gelb."

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Das werde und will ich nicht verstehen

Wir waren heute in der Kinderklinik zum Schilddrüsen-Ultraschall. Die Ärztin war nett und ich hatte auch einen guten Eindruck. Bis sie mir erklärte, diese ganzen Schilddrüsenerkrankungen seien doch eine Modeerscheinung. Es könne ja gar nicht sein, dass so viele Leute eine Unterfunktion haben. Schließlich seien wir ja lange ein Jodmangelgebiet gewesen. Deshalb würde man jetzt dazu übergehen, die Normbereiche auszuweiten. Klar, so liegen jede Menge Leute schnell wieder im Referenzbereich und sind daher nicht als krank einzuordnen.

Ich frage mich ja nur, was das soll. Einem Diabetiker spricht man ja auch nicht sein Insulin ab. Oder geht es da um Kostensenkungmaßnahmen für die Krankenkassen, die dann die 18,- Euro im Quartal weniger für die Patienten zahlen müssen?

Irgendwie scheinen die Mediziner das Prinzip von Statistik nicht verstanden zu haben. Der Referenzbereich gibt ja schließlich an, dass 95 % der Menschen mit ihren Werten in diesem Normbereich liegen. Das heißt aber noch lange nicht, dass auch der individuell richtige Wert eines einzelnen in diesem Bereich liegt bzw. dass mein Wert immer in Ordnung ist, so lange er nur in diesem Bereich liegt. Nur als Beispiel: Der TSH soll zwischen 0,4 und 2,5 liegen. Was aber nicht heißt, dass es mir mit 0,4 gut geht und mit 2,5 ebenso. Nur mal platt gesprochen.

Und selbst wenn der Normbereich auf 4 ausgedehnt wird- meine Beschwerden werden ja nicht davon besser. Zumal ich ja auch noch andere Werte betrachten muss.

Montag, 27. Oktober 2008

Tolles Timing

Super, just in dem Moment, wo ich endlich mal diverse Jungensachen vom Kleinen Prinzen in einem Forum zum Verkauf anbieten wollte, fällt das Forum aus. Mein ganzer Ehrgeiz ist dahin.

Vermutlich liegen die Sachen jetzt noch ein Jahr hier rum, bis ich mich endlich wieder aufraffen kann, etwas einzustellen. Falls also jemand Sachen in Gr. 74-80, teils auch 86 braucht- nur zu.

Wie viel Mutter braucht ein Kind? wie viel Kind darf eine Mutter brauchen?

Auf einer Geburtstagsfeier traf ich eine Mutter, die ihr Leid klagte, dass sie mit zwei hochbegabten Söhnen hätte. Nur Ärger, zwei Sozialfälle, nur Last, viel Ärger, kein Stolz. Das Umfeld macht es allen Beteiligten schwer. Die Schulen verweigern das Überspringen von Klassen ("Das gab es ja hier noch nie"), die neuen Lehrer verlangen ein Zeugnis der alten Klasse, welches es nicht gibt (weil es im 1. Halbjahr der 1. Klasse keine Zeugnisse gibt), der Kindergarten hält die Einladung zur vorzeitigen Schuluntersuchung zurück, weil die "Kinder lieber noch spielen sollen".

Der ältere der beiden geht mittlerweile aufs Gymnasium. Und ist hoffnungslos unterfordert. Seine Mitschüler hänseln ihn, er gilt als Streber und weil er motorisch nicht der fitteste ist (und mit seinen 10 Jahren deutlich kleiner ist als die anderen mit 13), ist er auch beim Sport außen vor. Auch die anderen Eltern bezeichnen ihn als Streber.

Jetzt sollen beide Kinder auf ein Gymnasium für Hochbegabte. Ein Stipendium für das Internat und die Schule steht bereit. Nur die Mutter will das nicht. Sie hat ihre Kinder bewusst bekommen und ist nicht gewillt, sie jetzt auf- oder abzugeben. So ganz habe ich das nicht verstanden. Nur, dass sie nicht ohne die Kinder kann und deshalb den Internatsbesuch ablehnt. Einen Umzug verweigert sie aber ebenso (sie ist arbeitslos), weil sie zu sehr an dem kleinen Kaff in der Pampa hängt. Und die tägliche Fahrt in die Stadt kann sie sich nicht leisten, um sie Kinder hinzubringen und wieder abzuholen.

Tja, und so bleibt sie bei ihrer Meinung, dass die Kinder einzig und allein mit ihrer Fürsoge glücklich und zufrieden werden. Die Möglichkeiten, die sie im Internat bekämen, bräuchten sie nicht. Sie könnten schließlich noch ein paar Jahre warten und geistig im Studium durchstarten. Wenn sie nicht lieber Bauer würden, so gerne, wie die draußen sind (so hat sie das gesagt).

Darf eine Mutter so egoistisch sein?

Die Prinzessin ist krank

Auch die Prinzessin hat Hashimoto. Seit längerem klagt sie über Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen, ist müde, macht fast täglich mehrere Stunden Mittagsschlaf und sagt morgens ganz oft, dass sie sich krank fühlt.

Nachdem Symptome hinzuamen, die auf Diabetes hindeuten, sind wir zum Kinderarzt, denn mit Wachstumsschmerzen lässt sich das nicht mehr abtun. An die Schilddrüse hatte ich weniger gedacht- so ganz spezifisch sind die Symptome nicht.

Nachdem mir der Kinderarzt am Freitag schon telefonisch mitteilte, dass die Schilddrüse wohl nicht ok sei, habe ich heute die Überweisung in die Kinderklinik abgeholt und dabei auch gleich die Laborwerte.

Die Prinzessin hat eine massive Unterfunktion, bei den Werten wird mir immer noch schlecht. Die liegen alle außerhalb jeglicher Referenzwerte, der TSH mit 9 viel zu hoch, fT3 und fT4 viel zu niedrig.

Meine arme Kleine. Sie muss sich echt schlecht fühlen. Nur wir haben das unterschätzt. Sie sagt das ja sogar, sogar erstaunlich präzise für ihre 3,5 Jahre. Nur wir haben das nicht richtig gedeutet. Oder nicht richtig deuten wollen. Obwohl ich das ja selber kenne.

Die Diagnose selbst nimmt sie aber offenbar ziemlich gelassen. Nachdem ich ihr erklärt habe, dass sie eine Krankheit hat, die Großmutti und ich auch haben und meine Freundin B. auch und dass sie jetzt Tabletten nehmen muss, hat sie genickt. Sie scheint eher froh zu sein, dass sie jetzt weiß, warum sie immer so müde ist und ihr alles weh tut. Und ich glaube, sie ist froh, dass wir ihr "Jammern" nicht abtun.

Wir müssen jetzt noch in die Kinderklinik, um das ganze per Ultraschall abklären zu lassen. Ich erwarte aber kein anderes Ergebnis, in der Familie meiner Mutter haben das alle Frauen. Ich hoffe nur, dass keine weiteren Autoimmunerkrankungen hinzukommen. Gerade Diabetes oder Rheuma möchte ich ihr ersparen können.

Doktorspiele

Im Kindegarten sollte die Prinzessin sich die Hose ausziehen, was sie wohl auch gemacht hat. Als das andere Kind sie aufforderte, auch noch die Unterhose auszuziehen, um im Po Fieber zu messen, hat die Prinzessin laut und deutlich gesagt "Nein, das mache ich nicht, ich will das nicht". Hat sich wieder angezogen und ist gegangen.

Das macht mich unendlich stolz. Kleine Maus, behalt Dir das!

Gute Lösung

Die Prinzessin war morgens öfter traurig und hat geweint: Sie wollte nicht in den Kindergarten, weil T.-L. immer haut und nicht aufhört. Er hat auf ihr "Lass das" nicht gehört und ihr fiel wohl so recht keine Lösung ein.

Entgegen meiner Überzeugung war ich schon drauf und dran, sie aufzufordern, gefälligst zurückzuschlagen. Schließlich kann sie ja nicht immer nur die Prügel einstecken. Allerdings kam ich schnell darauf, dass ich sie mit dieser Aufforderung wohl in eine missliche Lage bringen würde: Sie will ja gar nicht hauen und müsste versuchen, meinen Vorstellungen gerecht zu werden.

Ich bat die Erzieherin um ein Gespräch und wir verabredeten uns für ein paar Tage später. Am Nachmittag allerdings erzählte mir die Prinzessin, dass jetzt alles ok sei. Sie hat von T.-L- verlangt, ihr zu versprechen, sie nicht mehr zu hauen. Falls er das doch macht, würde sie ihm sagen "T.-L., denk daran, was Du mir versprochen hast" und das würde helfen.

Seit dem spielen die beiden zusammen. Ganz friedlich. Ohne Haue.

Die Erzieherin hat damit übrigens nichts zu tun. Die hätte vor Rührung beinahe geheult, als ich ihr in unserem Gespräch davon berichtete. Das hat sich die Prinzessin ganz alleine einfallen lassen.

Hör mal, wer da hämmert

Wenn der Kleine Prinz begeister "Hamma, Hamma" ruft und kurz darauf der Göttergatte entsetzt aufheult, ist es wohl nicht schwer zu raten, was da passiert ist.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Es geht voran

"Upsala"- das neuste Wort im Wortschatz des Kleinen Prinzen. Und es hört sich so niedlich an, wenn er das sagt. So niedlich.

Da stört es auch nicht, wenn ein Esel immer A-A macht und Vögel Pup Pup *lach*

Dienstag, 14. Oktober 2008

Sauberkeitserziehung- die 2.

Liebe Kolleginnen,

wer auch immer die mittlere Toilette auf der 2. Etage so saumäßig hinterläßt: Wenn Du damit Deine Haltung zur Firma ausdrücken möchtest- wahlweise also "Ich finde es hier besch..." oder "Ich finde es hier zum K...": Kündige doch bitte und lass Deinen Unmut nicht an Kolleginnen aus, die nichts dafür können.

Wer allerdings das Foto von der besch... Toilette in Großformat an die Klotür gehängt hat: Das ist auch nicht besser.

Sauberkeitserziehung- die 1.

Der Kleine Prinz erzählt bei jeder Gelegenheit ein offenbar einprägendes Erlebnis: "Pffffffff Papa". Und lacht sich dabei schlapp.

Projektplan(los)

Wenn ein dutzend hoch bezahlter Berater und etliche hochqualifizierte Mitarbeiter des eigenen Unternehmens eine Checkliste zum Start des ERP-Systems machen- und dann vergessen, die User mit einem Zugang zum System auszustatten- ist das dann Projektplanung? Eher projektplanlos, oder?

Was kann ich einer 3-Jährigen von der Welt zumuten?

Im Auto höre ich Radio, weil es ohne langweilig ist. Was da genau läuft, bekomme ich aber nicht immer mit. Nicht so für die Prinzessin. Die hört ganz genau hin. Kann Lieder (zumindest die Deutschen) oft beim 2. Mal mitsingen. Gibt englische Liedzeilen korrekt wieder. Und beschwert sich, wenn ich das Radio zu leise habe.

Leider (?) verfolgt sie auch die Nachrichten ganz genau. Ganz genau. Sie nimmt nicht nur alles auf, sondern hinterfragt auch alles. Nun geht es aber in den Nachrichten auch immer wieder um Mord und Totschlag, um tödliche Unfälle, Unwetter, die ihre Opfer fordern- na, das tägliche Programm. manchmal bin ich schnell genug mit dem Leisedrehen, manchmal eben nicht.

Heute morgen hat sie leider schon mitbekommen, dass eine Frau aus Hannover zwei kleine Kinder erschlagen hat. Wie bitte erkläre ich einer 3jährigen, warum Menschen andere Menschen umbringen? Und wie viel kann denn so ein kleiner Mensch schon verkraften? Sind auch die für mich harmlosen Nachrichten für das Kind gar nicht so harmlos?

Kein falscher Ehrgeiz

Ich glaube, die meisten Menschen halten mich für überehrgeizig, wenn ich erzähle, dass der Kleine Prinz mit seinen 20 Monaten zur Ergotherapie geht, weil er Probleme mit dem Sprechen hat.

Ich werde das in Zukunft präziser ausdrücken: Der Kleine Prinz hat Probleme mit der Aussprache, nicht mit dem Sprechen an sich. Er ist keineswegs sprechfaul oder langsam, wie es angeblich alle Jungen sind. Eher im Gegenteil. Er hat einen extrem hohen passiven Wortschatz und auch einen sehr großen aktiven Wortschatz. Sein Mündchen steht nicht still, er plappert sogar sehr viel. Aber er kann es nicht richtig aussprechen.

Meistens benutzt er nur einsilbige Wörtert, z.B. Bau statt Bausteine. Oder er verschluckt die Endungen: Ba statt Ball. Und er redet verwaschen, in etwa so, wie wir reden würden, hätten wir einen Tischtennisball im Mund.

Die Mundmotorik ist nicht richtig ausgebildet, weil er in seinem 2. Lebenshalbjahr nahezu taub und vor allem nahezu stumm war. Er hat nie gelallt oder Silbern verdoppelt. Jetzt muss er halt nur lernen, die Lippen und Zunge richtig einzusetzen.

Und das eben jetzt und nicht erst mit 4. Weil sich das Lernfenster irgendwann schließt und sich die Lücke zur richtigen Sprachentwicklung eben immer mehr vergrößert. Und weil er die Chance bekommen soll, sich richtig und verständlich auszudrücken.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Erfolg

Aber es gibt auch was gutes: Meine Berechtigungen funktionieren. Es läuft. Und ich habe Lob von der Geschäftsführung bekommen. Ein erstes zumindest. Ab dem 20.10. wird es ernst. Dann werden wir ja sehen.

Blöde Schilddrüse

Vor einer Woche habe ich mit der Substitution von Schilddrüsenhormonen begonnen. Und ich war glücklich, weil es mir schlagartig besser ging. Bis heute. Ich fühle mich schlecht. Müde, total unkonzentriert, bekomme nichts auf Reihe. Ich kann es nicht mal beschreiben, ohne dass sich das lächerlich anhören wollte. Blöde Schilddrüse, blöse Krankheit.

Montag, 6. Oktober 2008

Elitebildung

Bei dem Versuch, der Prinzessin zu erklären, warum die Eltern der kleinen E. nicht mehr zusammen leben, ist mir aufgefallen, dass unsere Kinder schon sehr behütet- vielleicht sogar elitär aufwachsen.

In unserem Wohngebiet wohnen Leute der oberen Mittelklasse oder der unteren Oberklasse. Zumindest nach außen heile Familien. Nur um mal so einen groben Abriss zu geben. Jetzt sind die Kinder im Betriebskindergarten des Arbeitgebers des Göttergatten. Der Arbeitgeber ist eine große Automobilbank, das Gehaltsniveau eher überdurchschnittlich. Die Kinder, die meine Kinder dort kennenlernen, kommen ebenfalls alle aus "Gutem Hause". Kein Kind ist ein Scheidungkind. Gut, dass kann ja noch kommen.

Auch was Bildung angeht, wird im Kindergarten viel geboten. Kreativraum, Lernwerkstatt, Musikraum, Snuselraum, tolle Turnhalle und ein geniales Außengelände. Jetzt gibt es zur Freude der Prinzessin einen Kinderchor und eine bilinguale Erzieherin.

Mir ist gestern bewusst geworden, dass das doch Realitätfern ist. Die Kinder bekommen ein Bild von der Welt, dass so ja nicht repräsentativ ist. Ändern werde ich das trotzdem nicht, wäre doch blöd, den Kids diese Chancen zu nehmen. Aber es scheint was dran zu sein an der Behauptung, die "Eliten" schotten sich ab und lassen nicht zu, dass jemand anderes in ihr Revier eindringt. Und ja, was die Situation meiner Kinder angeht, zähle ich uns schon als Elite.

Umtauschaktion

Prinzessin: "Also wenn der Kleine Prinz weiter so oft heult, dann bringe ich ihn zurück in Krankenhaus und suche mir ein anderes Baby aus."

Alkoholiker?

Die Bond-Schwester erklärt der Prinzessin, dass sie in ihrem Kühlschrank in der Küche ein Gefrierfach habe und da läge das ganze Eis. Was sagt die Prinzessin?

"Wir haben auch ein großes Gefrierfach im Kühlschrank. Aber da passt kein Eis rein, das ist immer voll mit Bier." Autsch.

Samstag, 4. Oktober 2008

Talentfrei

Wenn ich zu Leuten komme, die in Original 60ger/70ger/80ger-Jahre Wohnungen leben, also inklusive passender Tapeten, Möbel und Dekokrams- dann wundere ich meist, wie man das so lange aushalten kann. Ob man nicht erdrückt wird von dem ganzen Mief.

Heute ist mir bewusst geworden, dass ich vermutlich mal genauso ende. Nur, dass ich in meinem 90ger/2000er-Mief hause. Wie ich darauf komme?

Ich wollte mich mal dem Muss in unserem Neubaugebiet anpassen und mein Haus jahreszeitlich korrekt dekorieren. Nachdem ich tatsächlich eine Schale (die wir übrigens Weihnachten als Adventkranz benutzen werden) herbstlich dekoriert habe, sollten ja nun die jetzt nicht gebrauchten Kerzen und Schalen irgendwo verschwinden. Nur wohin? Ich habe keinen Platz, wo Dekosachen aufbewahrt werden. weil ich einfach nicht umdekoriere. Mir ist echt aufgefallen, dass ich die besagten Kerzen und Schalen das erste Mal von ihrem Platz entfernt habe. Also zum Staubwischen schon, aber nicht länger als wenige Minuten.

Dabei ist mir auch aufgefallen, dass im Regal Vasen stehen, die wir vor einigen Jahren für unsere erste gemeinsame Wohnung gekauft haben. Die stehen jetzt im Regal, wo sie keiner sieht. Erfüllen also streng genommen nicht mal mehr ihren ursprünglichen Zweck. Daneben sitzen noch zwei Engel vom letzten Weihnachten. Ich kann irgendwie verstehen, warum also immer noch Leute die Einrichtung und Deko von vor 30/40 Jahren stehen haben...

Meine armen Kindern sind auch die einzigen in der Nachbarschaft, deren Zimmer nicht jahreszeitlich angepasst geschmückt sind. Wir besitzen keine Kürbislichterketten und keine Pappdrachen, die ins Fenster geklebt werden. Übrigens auch keine Osterhasenlichterketten und Blumenfensterbilder. Manchmal überkommt mich so ein Anflug und ich kaufe so Dekokrams. Das steht dann vereinsamt irgendwo rum und passt nicht richtig ins Bild. Nur Kerzenleuchter habe ich ohne Ende...

Kann man irgendwo so Dekokurse machen? Meine Nachbarin, die hat das drauf. Sogar sehr geschmackvoll. Ich könnte das brachen, um zumindest meinen Kindern ein Gefühl dafür zu vermitteln...

Freitag, 3. Oktober 2008

Oldenburg

Eine gute Freundin hat heute in Oldenburg Einweihungsparty gefeiert. Obwohl selbst Kinderlos zu einer kinderfreundlichen Zeit- ab 14. 00 Uhr nachmittags. Also hat sich die Bond-Familie nach dem Mittagessen ins Auto verfrachtet und ist nach Oldenburg gefahren.

An dieser Stelle ein echtes Dankeschön an die beiden tollsten Kinder der Welt. Ihr habt das super gemacht, der Nachmittag mit Euch war schön, Ihr habt Euch von Eurer besten Seite gezeigt. Und das, obwohl Ihr ja nahezu die einzigen Kinder dort wart.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Sprachlos

Ich habe in einem Forum, in dem ich unterwegs bin, zwei Tragetücher zum Verkauf angeboten. Jetzt habe ich dazu Kontakt mit einer Userin, die das eine gerne hätte. Bezahlt hat sie, sogar schnell. Und trotzdem bin ich sprachlos.

Der Ton, in dem sie mit mir per PN kommuniziert, ist stark gewöhnungsbedürftig. Kein Gruß, keine Verabschiedung. Nur ein Satz oder ein Teilsatz. Die Antworten dauern lange, dafür blafft sie mich heute an, dass ich gefälligst antworten soll. Tasächlich mein Fehler, ich war zwei Tage auf Dienstreise. Aber das kann man doch auch nett fragen? Ich weiß übrigens noch nicht mal ihren Namen.

Sprachlos bin ich auch deswegen, weil heute die Frage kam, ob ich das Tuch schon los geschickt hätte. Hätte ich gerne, aber ich kenne wie gesagt den Namen nicht, ganz zu schweigen von Anschrift oder Wohnort... Ohne Worte.